Die be.storaged GmbH und die Hamburger Hochbahn AG errichten einen Lithium-Ionen-Batteriespeicher mit einer Kapazität von 4 MWh. Der Speicher befindet sich in einem 45“-Container inklusive entsprechender Umrichter und Transformatoren und soll dem Ausbau der E-Bus-Infrastruktur der Hochbahn dienen. Die Übergabe des Projekts ist für September 2024 geplant, die Lieferung der Hauptkomponenten erfolgte bereits Mitte Mai.
Der Batteriespeicher wird auf dem größten Elektrobusdepot der Hochbahn AG eingesetzt, das im Endausbauzustand mehr als 240 Busse mit jeweils einem 150 kW Ladegerät versorgen wird. Neben der Sicherstellung und Optimierung der atypischen Netznutzung wird der Speicher auch außerhalb der Hochlastzeitfenster flexibel vermarktet. Zukünftig soll der Speicher zusätzlich zur Eigenverbrauchsoptimierung in Verbindung mit einer PV-Anlage genutzt werden.
Die Hochbahn arbeite eng mit Partnern wie Stromnetz Hamburg, der Helmut-Schmidt-Universität und der Technischen Universität Hamburg zusammen, um das Forschungsprojekt „KoLa“ (Koordinierungsfunktion des Verteilnetzes und Lastmanagement für den elektrifizierten Personenverkehr) voranzutreiben. Diese Initiative werde nicht nur dazu beitragen, erste Erfahrungen mit dem Bau und Betrieb eines Batteriespeichers zu sammeln, sondern auch wichtige Erkenntnisse für zukünftige Projekte zu liefern, heißt es.
Batteriespeicher soll sich innerhalb von zehn Jahren amortisieren
Es werde erwartet, dass sich der Batteriespeicher innerhalb von mindestens 10 Jahren amortisieren wird, wobei die atypische Netznutzung und Flexibilitätsvermarktung eine zentrale Rolle spielten. Zudem geht die Hochbahn davon aus, dass der Speicher einen positiven Einfluss auf die Umweltbilanz und die Nachhaltigkeitsziele des Unternehmens haben wird. Die Erfahrungen aus dem Betrieb des Batteriespeichers sollen zusätzlich für die Implementierung ähnlicher Anlagen an anderen Betriebshöfen der Hochbahn von großer Bedeutung sein, insbesondere für die Kompensation von Netzkapazitäten und die Sicherstellung der Zuverlässigkeit des Systems.
Der Batteriespeicher wird direkt in das hofeigene 20-kV Mittelspannungsnetz der Hochbahn integriert, wobei entsprechende Vorkehrungen getroffen wurden, um den Betrieb reibungslos zu gestalten. Dazu müssen besonders der laufende Busbetrieb und die Koordination von Anlieferungen berücksichtigt werden.
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