Der Bundesverband Energiespeicher (BVES) hat gemeinsam mit dem Beratungsunternehmen Team Consult die Branchenzahlen für das Energiespeicher-Segment erfasst und im Rahmen der Messe Energy Storage Europe (ESE) veröffentlicht. Einen ausführlichen Bericht zum aktuellen Status der Branche lesen Sie hier.
Umsatzerlöse gestiegen
Die Umsatzerlöse der Energiespeicherbranche sind im Jahr 2018 gegenüber dem Vorjahr um 9 Prozent auf 5,0 Mrd. € gestiegen (2017: 4,6 Mrd. €). Ein hohes Wachstum verzeichneten insbesondere die Bereiche Heimspeicher, Industriebatterien, Wärmespeicher und Power-to-Gas.
Pumpspeicher stagnieren, bleiben aber umsatzstärkster Bereich
Vom Umsatzvolumen entfallen 36,0 Prozent auf die Pumpspeicher (1.800 Mio. €), 25,4 Prozent auf Groß- und Batteriespeicher (1.270 Mio. €) und 19,0 Prozent auf Wärmespeicher (950 Mio. €). Anders als bei den anderen Technologien rechnet Team Consult im Bereich Pumpspeicher mit stagnierenden Umsätzen im laufenden Jahr.
Installierte Heimspeicher: Bestand wächst um 140 MW auf 440 MW
Der Heimspeichermarkt erreicht ein Umsatzvolumen von 660 Mio. € und damit einen Anteil von 13,2 Prozent an den Branchenumsätzen. Den Berechnungen zufolge sind 2018 insgesamt 140 MW an Heimspeicherleistung zugebaut worden. Im laufenden Jahr rechnet Team Consult mit einem Anstieg um weitere 160 MW auf dann 600 MW. Impulse werden perspektivisch auch durch die Post-EEG-Phase erwartet.
Power-to-Gas: Starkes Wachstum auf niedrigem Niveau
Das Segment Power-to-Gas zählt zu den Bereichen mit besonders hohem Wachstum, mit 70 Mio. € ist das Niveau der Umsätze allerdings noch niedrig. Hier ist der Markt noch in einer sehr frühen Phase, auch sei die Datenlage nicht einfach, heißt es seitens Team Consult.
Großspeicher: Balance verschiebt sich hin zu Industrieanwendungen
Innerhalb des Segments der Groß- und Industriebatteriespeicher verschiebt sich die Balance zugunsten der Industrie- und Gewerbespeicher. Deren Anteil an den Umsätzen wird den Schätzungen zufolge von zwei Drittel im Jahr 2018 auf drei Viertel im laufenden Jahr steigen. Hauptgrund ist, dass Großbatterien zur Primärregelleistung (PRL)-Erbringung sich in einem gesättigten Markt mit sinkenden PRL-Preisen befinden.
Zahl der Beschäftigten 2018 auf 11.100 gestiegen
Die Zahl der Beschäftigten ist von 11.100 im Jahr 2017 auf 12.100 im Jahr 2018 gestiegen (+9 Prozent). Die Beschäftigtenzahl im Bereich Pumpspeicher ist dabei von 3.100 auf 3.000 gesunken.
Weiteres dynamisches Wachstum der Beschäftigung abseits der Pumpspeicher
Für das laufende Jahr wird mit einem Anstieg der Beschäftigtenzahl im Bereich der Energiespeicher um weitere 1.100 auf dann 13.200 gerechnet. Die neuen Arbeitsplätze entstehen dabei abseits des Pumpspeichersegments.