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Aktionsplan Stromnetz soll Anfang 2019 beschlossen werden

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Der Bund und die Länder haben auf dem Netzgipfel den bereits im August von Bundeswirtschaftsminister vorgelegten Aktionsplan Stromnetz begrüßt und wollen bei dessen Konkretisierung eng zusammenarbeiten.

Das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) will unter Beteiligung der Bundesnetzagentur (BNetzA) sowie der Übertragungs- und Verteilnetzbetreiber bis Anfang des kommenden Jahres einen Entwurf vorlegen, der dann mit den Ländern und den anderen Akteuren konsultiert und noch im 1. Quartal 2019 vom Bundeskabinett beschlossen werden soll, heißt es im Ergebnispapier des BMWi zum Netzgipfel. Dabei halten der Bund und die die folgenden Punkte für relevant:

  • Die Optimierung und höhere Auslastung des Bestandsnetzes durch eine stärkere Digitalisierung der Netze und den Einsatz moderner Technologien soll einen Schwerpunkt bilden.
  • Der Ausbau der erneuerbaren Energien südlich des Netzengpasses muss durch eine geeignete Regionalisierung auf eine solide Basis gestellt werden.
  • Aus Gründen der Akzeptanz und der Kosten gibt es Grenzen für den weiteren Netzausbau. Deshalb ist die Optimierung der Netze so wichtig und muss auch bei den Neubaumaßnahmen geprüft werden, inwieweit höhere Transportkapazitäten realisiert werden können, ohne die Planungsverfahren neu aufzurollen.
  • Der Ausbau der erneuerbaren Energien findet insbesondere in den Verteilnetzen statt. Eine bessere Zusammenarbeit zwischen den Übertragungs- und Verteilnetzbetreiber ist für die Effizienz des Gesamtsystems von großer Bedeutung und soll im Aktionsplan konkretisiert werden.
  • Die im Aktionsplan vorgesehenen Maßnahmen sind entscheidend dafür, dass der Ausbau der erneuerbaren Energien auf 65 Prozent des Gesamtverbrauchs mit möglichst wenig zusätzlichem Netzausbau erfolgen kann, heißt es weiter. Dies verlangt allerdings auch, dass die Erneuerbaren-Anlagen in größerem Umfang Systemdienstleistungen übernehmen und optimal in das Gesamtsystem integriert werden.

Aktionsplan Stromnetz: Beim Setzen neuer ökonomischer Anreize sind „dicke Bretter“ zu bohren

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