Die Abgeordneten des Bundestags sind zwar längst in die parlamentarische Sommerpause entlassen worden, einen Stillstand in der politischen Diskussion gibt es aber nicht zu beklagen, dafür sorgt schon allein die Bundesregierung: Bundeshaushalt, Wasserstoffbeschleunigungsgesetz und NIS-2 müssen von den Stakeholdern in Wirtschaft und Politik bewertet werden. Und am Horizont nähert sich langsam aber sicher die Veröffentlichung der Ergebnisse des Energiewende-Monitorings, das schon seit geraumer Zeit – hoch kontrovers – debattiert wird.
Der Titel von ContextCrew Neue Energie 32.2025 nimmt indes eine andere Perspektive ein. Diese Woche werfen wir einen Blick auf die jüngsten Entwicklungen am Markt für Power Purchase Agreements (PPA) in Europa und weltweit. Eine hervorragende Grundlage dafür bietet eine jetzt vorgelegte Analyse von Schneider Electric.
Ein wichtiges Ergebnis: Das PPA-Geschäft verschiebt sich zunehmend in Richtung eines Käufermarkts – mit sinkenden PPA-Preisen, wachsenden Projektpipelines und zunehmendem Wettbewerb unter Projektentwicklern. In Deutschland ist PPA ein wichtiges Thema, Spanien und die nordischen Länder führen den Kontinent aber weiterhin mit ausgereiften Märkten und stabilen Projektpipelines für erneuerbare Energien an.
Führend war Deutschland bis vor Kurzem am europäischen Markt für Biomethan. Doch diese Position ist zuletzt verspielt worden: Frankreich ist bei der installierten Biomethankapazität im vergangenen Jahr an Deutschland vorbei gezogen. Die deutsche Biogasbranche klagt über verlorene Jahre unter der Ampel-Regierung, aber auch die Ausrichtung des neuen CDU-geführten Bundeswirtschaftsministeriums mit dem starken Fokus auf fossiles Erdgas führt zu Irritation.
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