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Energiewoche 25/2026

Redispatch-Vorbehalt, EEG, PPA und GModG: Aktuelle Entwicklungen

Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) hat sich auf dem BDEW-Kongress gesprächsbereit gezeigt, insbesondere mit Blick auf den Redispatch-Vorbehalt, der in der Branche auf breiten Widerstand stößt. Sie erhofft sich konstruktive Unterstützung aus der Energiewirtschaft, wobei es hier an auch sehr konkreten Vorschlägen in den vergangenen Wochen und Monaten eigentlich keinen Mangel gab. Die Zeit drängt nun. „Ich möchte vor dem Sommer im Kabinett sein“, sagte Reiche.

„Wir brauchen den Beschluss bis dahin, um genügend Zeit für die parlamentarischen Beratungen zu haben, damit das EEG zu Beginn des neuen Jahres steht.“ Beim Thema Redispatch-Vorbehalt signalisierte die Wirtschaftsministerin Gesprächsbereitschaft. Man brauche ein Steuerungsinstrument, das BMWE habe deshalb den Redispatch-Vorbehalt ins Spiel gebracht. „Ich möchte Ihnen aber signalisieren, dass ich offen bin für alle Vorschläge, z.B. für einen systemdienlichen Redispatch-Vorbehalt oder einen entsprechenden anspruchsvollen FCA, der das Ziel erfüllt, nämlich, dass wir Erneuerbare nicht so konzentrieren, dass die Abschaltung vorprogrammiert ist, aber die Entschädigung dennoch bezahlt werden muss.“

Werden Onsite-PPAs Gewinner der EEG-Reform?

Mit Blick auf die EEG-Novelle steht fest, dass sie den Umstieg des Förderregimes auf zweiseitige Contracts-for-Difference (CfD) bringen wird. Der Regimewechsel dürfte nicht unerhebliche Auswirkungen auf die Gestaltung von PPAs haben – Titelthema der Ausgabe 25.2026 von ContextCrew Neue Energie. Experten der Stiftung Umweltenergierecht haben im Rahmen einer digitalen Veranstaltung dargelegt, dass die CfD-Logik der neuen Förderung tendenziell Lösungen im Bereich von Onsite-PPA stärken könnte, da hier eine Abschöpfung über den „Refinanzierungsbeitrag“ entfällt.

Einen Schritt weiter als das EEG ist das Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG), das sich bereits im parlamentarischen Verfahren befindet und am vergangenen Donnerstag erstmals beraten wurde. Der Auftakt der Beratungen zeigte, dass das Thema nach wie vor politisch aufgeladen ist. Es wurde viel Kritik laut an dem Vorhaben, der Entwurf sei „Ergebnis eines völlig überdrehten Furors der Union in einer Kampagne gegen Robert Habeck“, sagte etwa Katharina Dröge von den Grünen.

Viel Kritik gibt es nicht zuletzt an der „Bio-Treppe“. Die Branche hält die Versorgung des Markts mit entsprechenden Mengen für leistbar, fordert hierfür aber konsistente und verlässliche Rahmenbedingungen ein. Die Unterzeichnung in der jüngsten Ausschreibungen lässt Zweifel aufkommen, wie groß das Vertrauen in diese Verlässlichkeit ist.