Nicht allzu viele energiepolitische Vorhaben der Bundesregierung haben in den vergangenen Monaten eine breitere Zustimmung erhalten. Mit der Vorlage von Eckpunkten für das Wärmenetzpaket ist dem BMWE dies nun geglückt. Zu lange schon hat die Regulatorik Fern- und Nahwärmeprojekte behindert. Bei allen positiven Bewertungen durch die Branchenverbände: Es handelt sich zunächst nur um ein Eckpunktepapier – und die Branche macht deutlich, dass es nun auf die konkreten Details in der Umsetzung ankommt.
Die Ausgabe 36.2026 von ContextCrew Neue Energie stellt die Inhalte und die Bewertung der Eckpunkte im Titelbereich vor. „Mit den Plänen kann endlich Bewegung in den Ausbau der Nah- und Fernwärme kommen“, sagt VKU-Hauptgeschäftsführer Ingbert Liebing, auch BEE-Präsidentin Ursula Heinen-Esser lobt verbesserte Rahmenbedingungen, die mehr Planungssicherheit für Investitionen in erneuerbare Wärme schaffen könnten.
Kritik übt der BEE dagegen in seiner Stellungnahme im Zuge der Konsultation am Netzentwicklungsplan Strom der Übertragungsnetzbetreiber. „Die systemische Rolle der Bioenergie wird unterschätzt“, schreibt der BEE. Auch würden die Potenziale von Flexibilität im Allgemeinen und von Batteriespeichern, Demand Side Management und Elektrolyseuren im Besonderen nicht ausreichend abgebildet.
Derweil schlägt der Bundesverband Windenergie (BWE) Alarm: Banken im gesamten Bundesgebiet bewerteten die Finanzierung genehmigter und bezuschlagter Windenergieprojekte neu. Teilweise werde die Finanzierung zurückgestellt oder gänzlich entzogen. Hintergrund seien die „praxisuntauglichen Pläne der Bundesregierung für EEG und Netzanschlusspaket“. Die Regierung müsse den Vertrauensschutz für bestehende Projekte sicherstellen. Andernfalls drohe ein „dramatischer Einbruch des Windenergieausbaus.“
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