Um den grünen Wasserstoff ist es in den vergangenen Monaten vergleichsweise ruhig geworden. Der Hochlauf lässt weiter auf sich warten – und inzwischen bezweifeln nicht wenige Akteure, dass sich mit Wasserstoffprojekten auf mittlere Sicht Geld verdienen lässt – und ziehen sich vom Markt zurück. Das ist aber nur ein Teil der Geschichte. Denn es gibt durchaus auch eine Reihe von Erfolgsmeldungen aus der Branche.
Auf dem Titel von Ausgabe 43.2025 von ContextCrew Neue Energie skizzieren wir den aktuellen Status des Wasserstoff-Hochlaufs in Deutschland. Anlass sind Meldungen des französischen H2-Pioniers Lhyfe und des Energieparks Bad Lauchstädt. Die Franzosen haben in Schwäbisch Gmünd einen 10-MW-Elektrolyseur in Betrieb genommen, in Bad Lauchstädt sind die Module für eine 30-MW-Elektrolyse angeliefert werden. Dennoch: Gemessen an den 10 GW Elektrolyseleistung, die nach der nationalen Wasserstoffstrategie bis 2030 in Betrieb genommen werden sollen, sind Projekte wie in Schwäbisch Gmünd oder Bad Lauchtstädt naturgemäß wie der sprichwörtliche Tropfen auf den heißen Stein.
- Link-Kompass Grüner Wasserstoff: Eine fortlaufend aktualisierte Liste mit Links zu wichtigen Originaldokumenten rund um das Thema grüner Wasserstoff.
- Richtungsweisende Wasserstoff-Projekte: Eine Übersicht über geplante Projekte im Bereich grüner Wasserstoff mit Verweisen auf die tagesaktuelle Berichterstattung in ContextCrew Neue Energie.
Hintergründe zum Wasserstoff-Hochlauf
Unter einem ersten Block mit aktuellen Meldungen zu grünem Wasserstoff folgt auf der Portalhauptseite ein Block mit sechs Hintergrundtexten, die wesentliche Grundfragen des Wasserstoffhochlaufs adressieren:
- Grüner Wasserstoff und Power-to-Gas: Wirtschaftlichkeit, Märkte und Akteure: Der Beitrag widmet sich Grundfragen der Bereitstellung von grünem Wasserstoffe und widmet sich den spezifischen Investitionskosten, der Wirtschaftlichkeit in unterschiedlichen Anwendungsbereichen und den Akteuren am Wasserstoffmarkt.
- Rahmenbedingungen für den Hochlauf der Wasserstoffwirtschaft: Der Beitrag befasst sich mit regulatorischen Grundlagen, Förderinstrumenten, Infrastrukturentwicklung und der Frage, ob beim Wasserstoffhochlauf ein zentraler oder dezentraler Ansatz verfolgt werden sollte.
- Technologien und Forschung im Bereich grüner und biogener Wasserstoff: Der Beitrag stellt Technologien im Bereich der Elektrolyse und der biogenen Wasserstofferzeugung vor und gibt Hinweise auf einschlägige Forschungsvorhaben.
- Status und Ausbauperspektiven von Wasserstoffprojekten in Deutschland: Hier geht es um den aktuellen Ausbaustatus und die Perspektiven von grünem Wasserstoff bis 2030 und bis 2045. Welche Herausforderungen und Chancen gibt es?
- Netze und Speicher – Infrastruktur für grünen Wasserstoff: Neben der Produktion von grünem Wasserstoff sind der Transport und die Speicherung von H2 wesentlich für den Hochlauf der Wasserstoffwirtschaft.
- Wasserstoff-Importe – Bedarf, Perspektiven und offene Fragen: Ein großer Teil des Wasserstoffbedarfs wird künftig durch Importe gedeckt werden müssen. Wo können diese Importe herkommen und was ist dabei zu beachten?
Kontexte zu aktuellen Entwicklungen im Listenformat
Neben den Hintergründen stellt ContextCrew Neue Energie eine Reihe von Übersichten zum Thema Wasserstoff bereit, die sich an der aktuellen Berichterstattung orientieren und den Kontext der tagesaktuellen Nachrichten verfügbar machen. Folgende Listen werden entlang der Berichterstattung aktualisiert:
- Richtungsweisende Wasserstoff-Projekte
- Projekte zur Speicherung von Wasserstoff
- Wasserstoff-Partnerschaften
- Hersteller von Elektrolyseuren und Brennstoffzellen: Aktuelle Entwicklungen kompakt
- Wasserstoff in der Stahlindustrie: Projekte und Hintergründe
- Förderprogramme für grünen Wasserstoff: Überblick und Entwicklungen
- Grüner Wasserstoff: Aktuelle Urteile und Gesetzesänderungen
- Forschung im Bereich grüner Wasserstoff
- Weltweite Power-to-X-Projekte
- Geschäftsmodelle im Bereich Power-to-Gas und Grüner Wasserstoff
- Kostenprognosen für die Produktion von grünem Wasserstoff
Gerade für die Industrie bleibt der Wasserstoff perspektivisch ein großer Hoffnungsträger. Es gibt für die Industrie aber auch andere Technologien, die bei der Dekarbonisierung helfen können, etwa Wärmepumpen, Solarthermie oder Geothermie. Für sie ist eine Auktion konzipiert, für die der EU-Innovationsfonds jetzt die Terms and Conditions veröffentlicht hat. Finanziert durch Einnahmen aus dem EU-Emissionshandelssystem (EU ETS) verfügt die Auktion über ein Budget von 1 Milliarde €, um innovative Projekte zu fördern, die industrielle Prozesswärme elektrifizieren.
Auch Biomasse kann als Grundlage für industrielle Dekarbonisierung dienen
Die Biomasse ist als Technologie nicht Gegenstand der EU-Ausschreibung. Allerdings spielt auch der Einsatz von Biomasse im industriellen Wärmebereich eine wichtige Rolle. Die entsprechenden Potenziale wollen die Unternehmen Koehler Renewable Energy und Iqony jetzt gemeinsam adressieren. Im Rahmen der Kooperation verfolgen die Partner das Ziel, fossile Energieträger durch nachhaltige Technologien zu ersetzen. Im Fokus stehen insbesondere Projekte zur Umstellung bestehender Kohlefeuerungsanlagen auf Holzstaub-, Holzhackschnitzel- und Biogastechnologien.
- Grünes H2: Projekte gehen an den Start – die Fragezeichen hinter dem Hochlauf bleiben
- Irena warnt: Welt bleibt trotz neuer Rekorde hinter Erneuerbaren- und Effizienzzielen zurück
- Grüne Prozesswärme für die Industrie: Der unterschätzte Hebel der Energiewende
- Co-Location: Wind- und Speicherbranche üben den Schulterschluss
- Neue Nachhaltigkeitsregeln und steigende Berichtspflichten für Holzenergieanlagen