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Energiewoche 10/2022

Welche Rolle kann heimisches Biogas als Alternative zu russischem Erdgas spielen?

Nach Kriegsbeginn in der Ukraine sortiert sich der Energiemarkt in Europa neu. Deutschland sucht nach Lösungen, sich aus der energiepolitischen Abhängigkeit von Russland zu lösen. In Brunsbüttel wurde jetzt die Absichtserklärung für die Errichtung eines LNG-Terminals unterzeichnet. Bis hier Lieferungen aus Drittstaaten abgewickelt werden können, werden aber Jahre ins Land gehen. Und auch aus klimapolitischer Sicht sind LNG-Importe umstritten. Heimische Lösungen wären zu bevorzugen. Und tatsächlich bieten Biogas und Biomethan hier einen wichtigen Ansatzpunkt.

ContextCrew Neue Energie widmet den Potenzialen von Biogas und -methan den Titel der Ausgabe 10.2022. Auf einer Online-Veranstaltung gaben Branchenvertreter zum Wochenstart einen Einblick in Chancen und Grenzen der Nutzung von Biogas und Biomethan in Deutschland und Europa.

Aus Sicht der Branche kann ein erheblicher Teil der Importmengen aus Russland perspektivisch über heimisches Biogas gedeckt werden. Was die Branche vor allem betont: In vielen Fällen könnten einfache Korrekturen am regulatorischen Rahmen zu schnellen Fortschritten bei der Biogasversorgung führen, ohne dass es dabei um finanzielle Förderung geht.

Die politische Diskussion über die Rahmenbedingungen erfährt eine zusätzliche Dringlichkeit, da das Bundeswirtschaftsministerium jetzt den Entwurf für die EEG-Novelle in die Verbändeanhörung gesandt hat. Nicht nur die Bioenergiebranche hofft auf weitere Verbesserungen: auch die Solarbranche sieht noch erheblichen Korrekturbedarf.