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Baden-Württemberg: Neues Förderprogramm für Solarstromspeicher

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Mit bis zu 400 € pro Kilowattstunde fördert das Land Baden-Württemberg Batteriespeicher für Photovoltaik-Anlagen. Das Programm soll den Ausbau der Photovoltaik wieder voranbringen und Speicherkapazitäten schaffen, teilte das Umweltministerium mit. Den Umfang des neuen Förderprogramms beziffert das Ministerium auf gut zwei Mio. €. Abgewickelt wird es über die Förderbank des Landes, die L-Bank. Dort sind Antragstellungen ab dem 1. März 2018 möglich.

Konkret fördert das Land die Investition in den Batteriespeicher einer neu zu errichtenden Photovoltaikanlage. Dieser Speicher muss stationär und netzdienlich sein, das heißt, die Förderung ist an bestimmte Voraussetzungen geknüpft, die sicherstellen sollen, dass die Verteilnetze nicht zu stark belastet werden. So ist eine Bedingung, dass mindestens 40 Prozent des erzeugten Stroms selbst verbraucht werden muss und nicht eingespeist werden darf.

Gefördert werden die Speicher mit einem Fixbetrag pro Kilowattstunde (kWh) nutzbarer Kapazität, maximal jedoch mit 30 Prozent der Nettoinvestitionskosten. Für Speicher in Verbindung mit einer PV-Anlage mit einer Nennleistung bis zu 30 Kilowatt peak (kWp) gibt es einen Zuschuss von 300 € pro kWh, für größere Speicher 400 € pro kWh. Für ein prognosebasiertes Batteriemanagementsystem wird zusätzlich ein einmaliger Bonus in Höhe von 250 Euro gewährt.

Das Programm, das zunächst bis Ende 2019 läuft, ist Teil der Solaroffensive der Landesregierung. „Die Photovoltaik hat ein paar schwierige Jahre hinter sich, sie wird aber auf dem Weg der Energiewende gebraucht und muss in Baden-Württemberg einen größeren Beitrag zur Stromerzeugung leisten als bisher. Deshalb wollen wir Investitionen in den Bau neuer PV-Anlagen anreizen“, begründete Umwelt- und Energieminister Franz Untersteller die Initiative.

Gemeinsam mit dem Förderprogramm für solare Batteriespeicher der Kreditanstalt für Wiederaufbau, KfW, biete Baden-Württemberg jetzt ausgesprochen attraktive Förderbedingungen, sagte Umweltminister Franz Untersteller. „Neu an unserem Programm ist die Förderfähigkeit von Speichern großer PV-Anlagen mit mehr als 30 kWp Nennleistung. Damit füllen wir eine Lücke in der Hoffnung, dass nicht nur Heimspeicher installiert werden, sondern neue Stromerzeugungs- und Speicherkapazitäten in größerem Maßstab geschaffen werden.“

Das Förderprogramm wird von einem wissenschaftlichen Monitoringprogramm der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule (RWTH) Aachen begleitet, die auch bereits das Bundesförderprogramm wissenschaftlich untersuchen.

Weitere Informationen stehen hier zur Verfügung.

Lesen Sie dazu auch:

Förderung für Solarstromspeicher läuft weiter

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