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Baden-Württemberg will Brennstoffzellen serientauglich machen

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Mit der Forschungsfabrik „HyFab“ für Brennstoffzellen und Wasserstoff will Baden-Württemberg eine bundesweite Vorreiterrolle einnehmen und die Brennstoffzellenprodukte serientauglich und günstiger machen. Wie das baden-württembergische Umweltministerium mitteilte, hat Umweltminister Franz Untersteller (Bündnis 90/Die Grünen) die Förderbescheide am 19. Dezember an die Projektträger überreicht.

Insgesamt beläuft sich die Förderung den Angaben zufolge auf knapp 7,9 Mio. €. Das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoffforschung Baden-Württemberg (ZSW) erhält davon rund 4,89 Mio. €. Die restlichen rund drei Mio. € gehen an das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme (ISE).

„Um die Verkehrswende ernsthaft und wirksam angehen zu können, brauchen wir Mut und dürfen nicht ausschließlich auf batterieelektrische Fahrzeuge setzen“, sagte Untersteller in Stuttgart. „Die Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie“, führte der Minister weiter aus, „wird insbesondere bei Zügen, Bussen, Transportern und im LKW-Verkehr eine tragende Rolle zukommen.“

Forschungsfabrik in Ulm benötigt Investition von 74 Mio. €

Um die Forschungsfabrik HyFab in Ulm verwirklichen zu können, ist ein Investitionsvolumen von etwa 74 Mio. € nötig. Im Rahmen des Strategiedialogs Automobilwirtschaft Baden-Württemberg wird die Landesregierung bis zu 18,5 Mio. € bereitstellen. Die Landesförderung wird zwischen Umwelt- und Wirtschaftsministerium aufgeteilt. Außerdem soll die Industrie mit etwa 20 Mio. € einsteigen, auch der Bund will sich an der Anteilsfinanzierung beteiligen.

Ziel des Forschungsprojektes ist es, die Zuliefererindustrie zu stärken. Alle beteiligten Akteure streben eine offene, flexible Plattform an, in der schnelle, automatisierte Fertigungs- und Qualitätssicherungsverfahren für sogenannte Brennstoffzellenstapel entwickelt und erprobt werden können.

In der Industrialisierung der Brennstoffzellenfertigung stecke ein enormes Potenzial, hob Umweltminister Franz Untersteller hervor, das Land könne damit nicht nur viele schädliche Treibhausgase einsparen, sondern sich auch als innovativer Wirtschaftsstandort profilieren. „Mit Wasserstoff als Energieträger lassen sich nicht nur die Fahrzeuge schneller auftanken, sondern auch noch höhere Reichweiten erzielen.“

Lesen Sie weitere Hintergründe zum Thema in Power-to-Gas-Dossier:

https://www.contextcrew.de/dossier-power-to-gas-fuer-die-energiewende/

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