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Bau des Holzheizkraftwerks Sisslerfeld beginnt im Juli

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In Sisseln im Kanton Aargau beginnen im Juli die Bauarbeiten für eines der größten Holzheizkraftwerke der Schweiz. Das Projekt im Industriegebiet „Sisslerfeld“ soll die bestehende, mit Erdgas und Heizöl betriebene Heizkraftanlage des Vitaminherstellers DSM Nutritional Products ersetzen. Neben DSM Nutritional Products waren die Caliqua AG, ein Tochterunternehmen der Engie Services AG, und der Energiedienstleister ewz an der Projektentwicklung beteiligt. Realisiert wird es von einer Projektgesellschaft, an der Engie Services AG zu 60 Prozent und ewz zu 40 Prozent beteiligt sind. Die Investitionssumme beziffern die Projektpartner auf 60 Mio. Franken (rund 55 Mio. €).

Das Holzheizkraftwerk (HHKW) Sisslerfeld wird den Angaben der Projektpartner zufolge eine Feuerungsleistung von 45 MW haben. Die Dampfleistung wird sich auf 49 Tonnen je Stunde belaufen, was einer jährlichen Dampfproduktion von 221 GWh entspricht. Die Anlage soll jedoch nicht nur Dampf für die Produktion bei DSM Nutritional Products, sondern mit einer Generatorenleistung von 8,5 MW auch Strom für das öffentliche Netz produzieren. Zudem besteht die Option, Fernwärme in bestehende oder noch zu erstellende Netze einzuspeisen. So kommt das Werk, das die Kriterien der kostendeckenden Einspeisevergütung (KEV) erfüllt, den Angaben zufolge auf einen Gesamtwirkungsgrad von 86 Prozent.

Produktion von Wärme und Strom soll Ende 2018 starten

Mit der Produktion von Wärme und Strom soll es ab Ende 2018 losgehen. Das HHKW Sisslerfeld wird den Angaben der Projektpartner zufolge ausschließlich mit waldfrischen Hackschnitzeln und unbehandeltem Restholz betrieben, die nicht für andere Holzanwendungen geeignet sind. Zudem sei die Transportentfernung auf 100 Kilometer begrenzt. Jeder Kubikmeter Holz, der fossile Energien ersetzt, verhindert den Angaben zufolge die Freisetzung von 600 kg Kohlendioxid. Beim Holzheizkraftwerk Sisslerfeld macht das aufs Jahr ungefähr 35.000 Tonnen CO2, was dem Einsatz von rund 58.000 Kubikmetern Holz im Jahr entspricht.

Die bei der Verbrennung anfallende Holzasche werde gesetzeskonform in Deponien entsorgt. Eine Umweltverträglichkeitsprüfung stelle zudem unter anderem sicher, dass alle Anforderungen der Luftreinhaltung sowie des Lärm- und Gewässerschutzes erfüllt und die Bedürfnisse der Nachbargemeinden berücksichtigt werden. Hochwirksame Filtertechnologien verhindern die Freisetzung von Schadstoffen und minimieren die Feinstaubbelastung. Der bestehende Kamin kann weiter benutzt werden.

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