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Bayrisches Aktionsprogramm Energie stärkt die Bioenergiebranche

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Das Bayrische Wirtschaftsministerium (StMWi) macht sich sowohl für Biogasanlagen als auch für die Holzenergieerzeugung stark. Das geht aus dem Aktionsprogramm Energie hervor, das von dem Ministerium am 27. November veröffentlicht wurde.

Bayern will die Wärmeerzeugung mit Holz kurzfristig steigern, denn schon 2022 sollen 20 Prozent der Gesamtwärmeerzeugung aus der nachhaltigen Wärmequelle Holz stammen. Dazu soll das Heizen mit Holz gestärkt werden und zwar über eine Erhöhung der finanziellen Ausstattung des bayerischen Förderprogramms BioKlima. Der Fachverband Holzenergie (FVH) begrüßt diese Maßnahmen und hebt hervor, dass die Prozesswärmeerzeugung mit Holz von Staatsminister Hubert Aiwanger unterstützt wird. Darin sieht der FVH ein besonders großes Potenzial für Treibhausgaseinsparungen, da Prozesswärme in der Industrie aktuell fast ausschließlich über fossile Energieträger wie Öl, Kohle oder Erdgas gedeckt wird.

Fachverband Holzenergie sieht großes Potenzial bei Prozesswärmeerzeugung

„Auch im Heizungskeller wird die heimische Holzenergie eine stärkere Rolle spielen, hier soll gerade im Gebäudebestand der Ersatz von fossilen Heizungsanlagen gefördert werden“, sagte Sebastian Henghuber, Vorstandsmitglied des Bundesverband Bioenergie und Leiter der Landesgruppe Bayern des Fachverbandes Holzenergie (FVH).

Bei der nächsten EEG-Novelle strebt Bayern zudem eine bessere Vergütung von Strom aus Biogasanlagen an – und möchte sich auch dafür einsetzen, dass die bedarfsgerechte Stromerzeugung in kleinen Biogasanlagen bis 150 Kilowatt honoriert wird. Damit würde vielen Anlagenbetreibern endlich wieder eine wirtschaftliche Perspektive geschaffen, zeigte sich der Fachverband Biogas erfreut.

Bayern unterstützt nicht nur Sicherung der bestehenden Biogasanlagen

„Das Staatsministerium von Hubert Aiwanger geht mit dem heute vorgestellten Aktionsprogramm Energie einen wichtigen Schritt voran in Richtung Zukunftsperspektive für die Biogasbranche“, sagte Josef Götz, bayerisches Präsidiumsmitglied des Fachverbands Biogas. „Es wird deutlich, dass nicht nur die Sicherung von Bestandsanlagen Ziel der Maßnahmen sein soll, sondern auch ein Ausbau. Als Fachverband Biogas begrüßen wir dieses positive Zeichen sehr.“

Konkret fordert das bayerische Wirtschaftsministerium mit Blick auf die EEG-Ausschreibungen für Biomasse die Bundesnetzagentur (BNetzA) auf, die Gebotshöchstwerte anzuheben. Genau diese Maßnahme hätten die Bioenergieverbände erst Anfang der Woche bei der BNetzA angemahnt, teilte der Fachverband Biogas mit.

Laut EEG hat die BNetzA nach dreimaliger Unterdeckung der Ausschreibung eigenen Spielraum, die Gebotshöchstwerte um zehn Prozent zu erhöhen. „Inzwischen ging bereits die vierte unterdeckte Runde zu Ende und die BNetzA muss endlich handeln. Von daher kommt uns die Rückenstärkung aus Bayern sehr entgegen“, so Götz. Das gelte auch für die Nutzung von Biokraftstoffen, die Aiwanger erhöhen will, unter anderem durch eine Anpassung der Treibhausgasminderungsquote, genauso wie die stärke Nutzung von Biomethan in allen Sektoren.

Erfahren Sie mehr über das Aktionsprogramm:

Energiegipfel Bayern sieht Ausbaupotenzial für Biomasse bei Wärme und Kraftstoffen sowie flexibler Stromerzeugung

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