Die Europäische Kommission hat nach den EU-Beihilfevorschriften eine belgische Maßnahme in Höhe von 260 Mio. Euro zugunsten von Air Liquide Large Industry und BASF Antwerpen für ein Projekt zur CO2-Abscheidung und -Speicherung (CCS) genehmigt. Ziel des Projekts Kairos@C ist die Erfassung von Treibhausgasemissionen aus den bestehenden Anlagen der Unternehmen in Antwerpen, die Wasserstoff, Ammoniak und Ethylenoxid produzieren.
Das abgeschiedene CO2 wird zu einem dauerhaften unterirdischen Speicher in der Nordsee transportiert. Das Projekt ziele darauf ab, eine integrierte, grenzüberschreitende CCS-Wertschöpfungskette im industriellen Maßstab zu schaffen, die dazu führen soll, dass innerhalb von 15 Jahren rund 20 Mio. Tonnen Netto-Treibhausgasemissionen vermieden werden. „Dieses innovative Projekt wird es den Begünstigten ermöglichen, kohlenstoffarmen Wasserstoff und kohlenstoffarmes Ammoniak zu produzieren“, heißt es bei der EU-Kommission.
Das Projekt ist Preisträger der ersten groß angelegten Aufforderung zur Einreichung von Vorschlägen für den Innovationsfonds im Jahr 2020 und erhielt einen Zuschuss von über 365 Mio. Euro. „Allerdings sind die Projektkosten unter anderem aufgrund der außergewöhnlichen Inflation in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen und konnten daher nicht ohne zusätzliche Beihilfen beginnen.“