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Biokraftstoffhersteller Verbio steigert Gewinn trotz Pandemie

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Beim Biokraftstoffhersteller Verbio floriert auch in der Corona-Krise das Geschäft. Im bis Ende Dezember gelaufenen ersten Geschäftshalbjahr kletterte der Umsatz im Vergleich zum Vorjahreswert um fast zehn Prozent auf 479,1 Mio. €, wie das im SDax-notierte Unternehmen aus Zörbig in Sachsen-Anhalt am 3. Februar mitteilte. Unter dem Strich erhöhte sich der Gewinn auf 44,2 Mio. €, ein Jahr zuvor hatte das Unternehmen noch 25,3 Mio. € ausgewiesen.

Das operative Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (Ebitda) betrug nach den ersten sechs Monaten 80,4 Mio. €, das waren fast 50 Prozent mehr als noch vor einem Jahr. Verbio profitierte dabei von gestiegenen Gewinnmargen bei Bioethanol und Biodiesel. Die Produktionsanlagen seien sowohl im Biodiesel als auch im Bioethanolsegment inklusive der Biomethanproduktion sehr gut ausgelastet gewesen, hieß es. Die Produktion von Biodiesel lag in den ersten sechs Monaten 2020/2021 bei 307.230 Tonnen. Mit der im Vorjahr vorgenommenen Kapazitätsanpassung sowie der erfolgten Inbetriebnahme der Biodieselanlage in Kanada lag die Auslastung im Segment Biodiesel bei nunmehr 93,1 Prozent nach 85,1 Prozent im Vorjahr. Bedingt durch die geringere Nachfrage im Transportsektor sank die produzierte Menge an Bioethanol leicht um 2,8 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres auf 118,396 Tonnen.

Positive Aussichten für Biomethan im Verkehrssektor

Die Biomethanproduktion wurde um 9,9 Prozent auf 414,2 GWh gesteigert. Unter dem Strich erhöhte sich der Gewinn auf 44,2 Mio. €, ein Jahr zuvor hatte das Unternehmen noch 25,3 Mio. € ausgewiesen. Verbio beurteilt die Erfolgsaussichten für CNG-/LNG-Biomethan als Biokraftstoff vor dem Hintergrund der anstehenden gesetzlichen Regelungen, die sich aus den Umsetzung der RED II ergeben werden, als positiv. Das betreffe die Anrechenbarkeit von fossilem Erdgas aus die ERfüllung der THG-Quote ab 1. Januar 2022 sowie die geplante doppelte Anrechnung von fortschrittlichem Biomethan bei der Übererfüllung der THG-Quote sowie auch die Befreiung von Biomethan von der CO2-Steuer. Die Fortsetzung von Vergünstigungen für LKW mit CNG-/LNG-Antrieb bei der Maut seien darüber in Förderprogrammen des Bundes beschlossen worden. Hinzu komme der Druck aus der Industrie, auf CO2-neutrale Transporte umzusteigen.

Für das gesamte Geschäftsjahr 2020/2021 hält Verbio unverändert an seiner Ergebnisprognose von 130 Mio. € fest. Für das Kalenderjahr 2021 seien die Auftragbücher bereits sehr gut gefüllt, heißt es im Halbjahresbericht. (dpa/EUWID)

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