Der Autohersteller BMW will die Batteriezellen für die Elektroautos der kommenden Generation beim chinesischen Batterieproduzenten CATL bestellen. „Wir haben gerade einen Milliardenauftrag an den chinesischen Batterieproduzenten CATL vergeben“, sagte Vorstandschef Harald Krüger dem „Handelsblatt“. Mit CATL habe BMW sehr früh eine Partnerschaft begonnen und sich auch für den Bau eines Werkes in Europa eingesetzt. Derzeit ist Erfurt als Standort im Gespräch, heißt es übereinstimmend in verschiedenen Medienberichten.
Vor dem Hintergrund des Großauftrags von BMW an CATL hat die Bundesregierung ihren Willen zum Aufbau einer nationalen beziehungsweise europäischen Produktion bekräftigt. Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier habe ja immer wieder deutlich gemacht, welch große Bedeutung er einer Batteriezellenherstellung in Deutschland beimesse, sagte ein Ministeriumssprecher. Das Ziel bleibe bestehen, auch wenn deutsche Autobauer offenbar ihre Batterien bei ausländischen Herstellern einkaufen wollten.
Zum Aufbau einer eigenen Produktion liefen Gespräche auf europäischer Ebene, sagte der Sprecher. Die Frage sei, ob ein europäisches Konsortium gebildet und inwieweit es gefördert werden könne. Über Details könne er nicht berichten.
Regierungssprecher Steffen Seibert verwies auf den Koalitionsvertrag und das erklärte Ziel der Bundesregierung, die Überlegungen der EU-Kommission zu unterstützen, im Bereich Batteriezellfertigung ein Programm (IPCEI) aufzulegen. Das sei gerade mit Blick auf die Elektromobilität ein wichtiges Handlungsfeld. Deutschland solle wieder Standort für Batteriezellproduktion werden. „Wir wollen ein Fraunhofer-Institut für Speichertechnologien einrichten und vorhandene Kompetenzen einbinden“, zitierte Seibert aus dem Koalitionsvertrag. (Eigner Bericht /MBI)