Abo

Newsletter

BNetzA-Ausschreibung: Kein Aufschwung bei Wind in Sicht

Ausgabe:
Bereiche:
Themen:
Ressort:
Unternehmen:

Erneut deutlich unterzeichnet ist die Windenergie an Land zum Gebotstermin 1. März 2020. Die Bundesnetzagentur hat von den ausgeschriebenen 300 MW lediglich 21 Gebote mit einer Gebotsmenge von 150,9 MW bezugschlagt. Der durchschnittliche, mengengewichtete Zuschlagswert (vor Eingang der Zweitsicherheiten) beträgt in dieser Runde 6,07 ct/kWh. Die Gebotswerte der bezuschlagten Gebote reichten von 5,74 ct/kWh bis 6,20 ct/kWh. Im Netzausbaugebiet wurden Gebote im Umfang von 55,9 MW bezuschlagt. Die Ergebnisse werden wegen der Corona-Krise den Bietern individuell mitgeteilt.

Im Bereich Solar hat die BNetzA von den ausgeschriebenen 300 MW 51 Gebote mit 301,21 MW bezugschlagt. Der durchschnittliche, mengengewichtete Zuschlagswert (vor Eingang der Zweitsicherheiten) beträgt 5,18 ct/kWh. Die Gebotswerte der bezuschlagten Gebote reichten von 4,64 ct/kWh bis 5,48 ct/kWh. Zu den Geboten für Acker- und Grünland teilt die BNetzA mit, dass Bayern 34 Zuschläge erhalten hat. Im Saarland beläuft sich die bezuschlagte Gebotsmenge auf 20 MW.

Corona-Krise darf nicht über politischen Stillstand hinwegtäuschen

„Die erneute deutliche Unterzeichnung einer Ausschreibung für die Windenergie an Land ist ein Alarmläuten in Richtung Bundesregierung“, sagt Hermann Albers, Präsident des Bundesverbandes Windenergie (BWE), nach Bekanntwerden der Ausschreibungsergebnisse. Seit 2018 werde intensiv über die Probleme der Windbranche diskutiert. Seit Oktober 2019 liege eine Aufgabenliste des Bundeswirtschaftsministeriums auf dem Tisch. Diese Aufgabenliste verstaube Zusehens. „Dabei wachsen die Probleme“, kritisiert Albers. Die Corona-Krise dürfe nicht über den politischen Stillstand, mit dem sich die Branche seit langem herumschlägt, hinwegtäuschen. „Unsere Branche braucht für einen neuen Aufbruch kein Geld, sondern lediglich administrative Unterstützung“, so Albers weiter.

Zum Umgang der BNetzA mit der Corona-Krise lesen Sie auch:

EEG-Ausschreibungen und Coronavirus: Bundesnetzagentur passt Rahmenbedingungen an

 

Mehr von Bundesnetzagentur

Verwandte Meldungen

Wie geht es jetzt weiter?Kraftwerksstrategie: Lob und viel Kritik für Einigung zwischen BMWE und EU-Kommission

Die Einigung von Bundeswirtschaftsministerium (BMWE) und Europäischer Kommission in Sachen Kraftwerksstrategie hat erwartungsgemäß ein lautes und gespaltenes Echo hervorgerufen. Während die Energiewirtschaftsverbände BDEW, VKU...

Nachrichten kompaktWindenergie-Splitter: EnBW stoppt Offshore-Projekte Mona und Morgan in Großbritannien

Sie wollen wissen, was sich aktuell in der Windenergiebranche tut? Mit unseren Splittern halten wir Sie über neue Deals, Geschäftszahlen oder Kooperationen auf dem...

12 GW steuerbare KapazitätBMWE: Grundsatzeinigung mit Europäischer Kommission über Kraftwerksstrategie

Das Bundeswirtschaftsministerium (BMWE) hat mit der Europäischen Kommission „nach sehr konstruktiven Gesprächen“ eine Grundsatzeinigung zu Eckpunkten für die Kraftwerksstrategie erzielt. Wie das Ministerium mitteilte,...

Luftverkehrsgesetz-Änderung Bundeswehr-Radare und Windkraft: BDEW warnt vor faktischem Flächenentzug

Mit der heute im Bundestag verabschiedeten Änderung des Luftverkehrsgesetzes im Rahmen des Gesetzes zur beschleunigten Planung und Beschaffung für die Bundeswehr werden die rechtlichen...

Carbon‑Free EnergyGoogle erweitert Partnerschaft mit Engie in Deutschland bis 2030

Google und Engie bauen ihre Kooperation zur Versorgung mit CO₂‑freier Energie in Deutschland aus. Die 2021 gestartete Vereinbarung zur Lieferung von Carbon‑Free Energy (CFE)...