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Braunschweig wird zunehmend zur Smart City

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Der Braunschweiger Versorger BS-Energy installiert ein flächendeckendes Low Range Wide Area Network (LoRaWAN). Dabei handelt es sich um einen Funkstandard für das Internet der Dinge (IoT). Als eine der vielen Anwendungsmöglichkeiten von LoRaWAN hebt BS-Energy die Fernauslesung von digitalen Strom-, Gas-, Wasser- und Wärmezählern hervor, durch die Ablesetermine in Zukunft überflüssig werden könnten. Mit dem Aufbau habe man nun begonnen, teilte der Versorger mit.

LoRaWAN sei vielfach verwendbar für die Umsetzung einer Smart City, stellte der Leiter des Kompetenzcenters Innovation bei Thüga, Christoph Ullmer, fest. Für ihn zeichnet sich diese Technologie dadurch aus, dass sie vergleichsweise kostengünstig ist, eine hohe Durchdringung hat und sich unkompliziert aufbauen lässt. BS-Energy habe bereits mehrere Projekte mit Partnerunternehmen umgesetzt und dabei durchweg positive Erfahrungen gemacht.

Vernetzung ist entscheidene Voraussetzung für Smart Cities

BS-Energy-Vorstand Matthias Heinze bezeichnete Vernetzung als „eine entscheidende Voraussetzung für eine Smart City“. Daher sehe der Versorger es als seine Aufgabe an, die digitale Infrastruktur in Braunschweig konsequent weiterzuentwickeln. Dies insbesondere auch unter dem Aspekt, dass LoRaWAN eine Vielzahl von Anwendungsmöglichkeiten biete, von denen auch die Bürger profitieren würden, so Heinze.

LoRaWAN zeichnet sich durch hohe Reichweite und niedrigen Energiebedarf aus

BS-Energy hatte in den vergangenen zwölf Monaten im Rahmen einer Testphase mehrere IoT-Standards geprüft. Dabei habe die LoRaWAN-Technologie mit einer hohen Reichweite und einem niedrigen Energiebedarf überzeugt, so Ralf Richter, Leiter der Abteilung Metering bei BS-Energy. Damit habe sich diese Technik als besonders geeignet für die Vernetzung von Geräten erweisen, die nur geringe Datenmengen produzieren.

In Braunschweig werden fünf Gateways errichtet

Um eine lückenlose Netzabdeckung zu erreichen, wird der Versorger nun in den kommenden Monaten fünf so genannte Gateways auf eigenen Anlagen im Stadtgebiet einrichten. Sie sollen jene Daten sammeln, die von den LoRaWAN-Sensoren in der Umgebung produziert werden: wie etwa Verbrauchswerte oder Füllstände. Von den Gateways aus werden die Daten verschlüsselt über das Glasfasernetz von BS-Energy weitergleitet. Die für den Aufbau des Funknetzes erforderliche Hard- und Software kommt von Thüga Smart-Service. Das Tochterunternehmen der Thüga AG ist seit September 2018 dritter Gesellschafter bei BS-Energy.

In Deutschland sind nach Angaben des „The Things Networks“ rund 600 LoRaWAN-Gateways in über 60 Städten und Orten installiert. Führende Stadt mit den meisten Installationen ist Berlin. Dort wurden bereits 80 IoT-Gateways installiert und zu einem, bereits jetzt voll nutzbaren, stadtweiten Netz verbunden (Stand: 1. November 2018). Die Niederlande, die Schweiz und Südkorea gehören zu den ersten Ländern mit flächendeckender LoRaWAN-Versorgung.

 

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