Abo

Newsletter

Brennstoffdatenbank „FRED“ geht online

Ausgabe:
Bereiche:
Themen:
Ressort:
Unternehmen:

Das Technologie- und Förderzentrum (TFZ) und das Bayerische Landesamt für Umwelt haben gemeinsam die „Feste Regenerative Energieträger Datenbank“ (FRED) geschaffen. Sie enthält mehr als 1.500 Datensätze und ermöglicht eine Beurteilung von Biomasse-Brennstoffen, denn ihre wichtigsten verbrennungstechnischen und emissionskritischen Kenngrößen lassen sich hier abrufen. Die Datensätze werden laufend aktualisiert. FRED steht unter http://www.fred.bayern.de kostenlos zur Verfügung.

Ziel der Datenbank ist es, Planern, Anlagenbetreibern und Behörden eine bessere Einschätzung von Biomasse-Brennstoffen zu ermöglichen. Mit Hilfe der Datenbank sollen sie brennstofftechnische Eignung und Einfluss auf die Emissionen bei der Verbrennung rasch abschätzen können. Dadurch sollen teure Brennstoffanalysen vermieden werden. Falls eine solche Analyse bereits vorliegt, kann sie anhand der Vergleichswerte besser eingeordnet werden.

Hintergrund ist, dass sich die Beurteilung der Eigenschaften von Biomasse-Brennstoffen schwierig gestaltet. Das liegt zum einen daran, dass die Bedingungen des Wachstums und der Ernte nicht überall gleich sind, so dass die Inhaltsstoffe stark schwanken können. Zum anderen können die Brennstoffe aber auch aus einer immensen Vielfalt von Pflanzenarten und Pflanzenteilen bestehen.

Auch Werteverteilung und Extremwerte liefern wichtige Information

Je größer die Datenbasis der Analysewerte für eine Brennstoffart, desto besser ist eine Charakterisierung möglich. Aber auch die Werteverteilung und die Extremwerte liefern wichtige Informationen. Deshalb kann FRED die vom Nutzer herausgefilterten Rohstoffdatensätze sofort statistisch auswerten. Vom Nutzer können so zu jedem Parameter eines Brennstoffs (z.B. N, Cl, K, Aschegehalt) der Werteumfang, die Werteverteilung, die Mittelwerte und Abweichungen, der Variationskoeffizient sowie die Minimal- und Maximalwerte abgefragt werden.

Das Ergebnis wird je nach Bedarf als Excel-Datei mit statistischen Auswertungen, als PDF-Datei oder als Einzelwerte in einer Excel-Tabelle ausgegeben. Bei der Recherche stehen verschiedene Möglichkeiten der Abgrenzung zur Verfügung, so lassen sich einzelne Datensätze (z.B. „Kirschkerne“) aber auch zusammengefasste Daten ganzer Brennstoffgruppen auslesen (z.B. alle Laubhölzer). Auch eine Abfrage und Abgrenzung nach den vierstelligen Brennstoffcodes der DIN EN ISO 17225-1 ist möglich.

Laufende Datenpflege wird FRED weiter verbessern

Als Recherchetool wird sich Fred in den kommenden Jahren durch die laufende Datenpflege noch weiter verbessern. Aber auch wenn die Datenbank eine fachliche Einordnung des jeweiligen Rohstoffs ermöglicht, könne die Datenbank in konkreten Planungen, in Störfällen oder bei Brennstoffbeanstandungen eine gezielte Brennstoffanalyse nicht ersetzen, so das TFZ.

Mehr von TFZ

Verwandte Meldungen

Flexibilisierung im FokusFortschrittsmonitor sieht „bedeutende Rolle“ und große Herausforderungen für Biogas

„Biogasanlagen haben auch für den Stromsektor eine bedeutende Rolle.“ Das schreiben BDEW und das Beratungshaus EY in ihrem jetzt vorgelegten „Fortschrittsmonitor Energiewende 2026“. Das...

Vorlage für PlenarsitzungGModG-Entwurf: Bundesratsausschüsse üben Kritik und fordern grundlegende Korrekturen

Der Wirtschaftsausschuss des Bundesrats empfiehlt, dass das geplante Gebäudemodernisierungsgesetzt (GModG) die Vorgaben RED III-Richtlinie an die Nachhaltigkeit von Biomassebrennstoffen nicht übererfüllen sollte. Damit unterstützt...

Chemiepark Delfzijl Eemsgas erhält Förderung für Altholz-Vergasung

Das niederländische Biomethan-Joint-Venture Eemsgas hat von der niederländischen Unternehmensagentur (RVO) eine Betriebsförderung in Höhe von 149,8 Mio. € erhalten. Der Zuschuss sichert Eemsgas für...

Kritik auch vom VHIDUH fordert Planungsstopp für Berliner Holzheizkraftwerk

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) fordert den Berliner Senat und die landeseigene Berliner Energie und Wärme GmbH (BEW) auf, die Planungen für das Berliner Holzheizkraftwerk...

GModGDEPV fordert einfache und echte Technologieoffenheit

Der Deutsche Energieholz- und Pellet-Verband (DEPV) bemängelt im Regierungsentwurf zum Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) weiterhin „extreme bürokratische Belastungen“ für Holzwärme. Man erwarte „gerade von der aktuellen...