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Carmen: NawaRo-Branche schätzt Lage und Trend stabil ein

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Die Branche der Nachwachsenden Rohstoffe (NawaRo) schätzt ihre Lage stabil ein und erwartet auch für die Zukunft keine großen Änderungen. Das geht aus der NawaRo-Konjunkturumfrage im Herbst 2017 hervor, die das Centrale Agrar-Rohstoff-Marketing- und Energie-Netzwerk (Carmen) bei Unternehmen aus den Teilbranchen feste Biomasse, Biogas, biogene Treibstoffe durchgeführt hat. Zwar konnten die deutlich angestiegenen Indexwerte der Frühjahrsumfrage nicht ganz gehalten werden, der Rückgang ist aber minimal.

Die Einschätzung der Lage mit knapp 55 Punkten und des Trends mit knapp 57 Punkten bewegen sich auf einem Niveau, das seit Ende 2011 nicht mehr erreicht wurde. Erfreulich sei auch, dass weiterhin die zukünftige Entwicklung besser als die aktuelle Lage eingeschätzt wird und der Abstand zwischen den beiden Indexwerten mit ungefähr zwei Punkten sehr deutlich ist.

Konjunkturumfrage Nachwachsende Rohstoffe Herbst 2017Carmen Konjunkturumfrage Herbst 2017

Beurteilung der Lage

Nach der deutlichen Stimmungsverbesserung bei der Frühjahrsumfrage hat sich das Bild im Herbst nicht grundlegend geändert. Weiterhin haben mehr als die Hälfte der Unternehmen ihre Umsätze im Vergleich zum Vorjahr gesteigert, auch der Anteil der Betriebe, die gleichbleibende oder fallende Umsätze verzeichnen, ist nahezu gleich geblieben.

Bei den Investitionen haben wie im Frühjahr über zwei Drittel mehr oder zumindest gleich viel wie im Vorjahr aufgewendet – zuletzt lag dieser Wert 2011 auf einem ähnlichen Niveau.

Auch der Personalbereich spiegelt die insgesamt erfreulich positive Stimmung der Branche wider. Trotz leichter Verschiebungen bauen immer noch mehr als doppelt so viele Firmen Personal auf als ab.

Beurteilung des Trends

Beim Blick in die Zukunft hat sich die positive Grundstimmung der Frühjahrsumfrage ebenso bestätigt. Der Anteil der Unternehmen, die mit fallenden Umsätzen in den kommenden zwölf Monaten rechnen, ist von dem historisch niedrigen Niveau der vergangenen Umfrage nochmals um zwei Punkte auf neun Prozent gefallen. Leicht gesunken ist zwar auch die Zahl der Betriebe, die Umsatzsteigerungen erwarten, sie liegt aber immer noch so hoch wie seit 2013 nicht mehr.

Im Investitionsbereich ist der Anteil der Unternehmen, die keinerlei Ausgaben planen, nochmals leicht gefallen, während genauso viele Betriebe mehr oder zumindest genauso viel wie im vergangenen Jahr investieren wollen.

Auf dem Personalsektor rechnet weiterhin mehr als ein Viertel (28 Prozent) mit einem steigenden Personalbestand, während der Anteil der Firmen, die Mitarbeiter entlassen wollen, gleichbleibend niedrig ist.

Bewertung der politischen Rahmenbedingungen

An dem regelmäßig zu beobachtenden Phänomen, dass die politischen Rahmenbedingungen von den Betrieben deutlich schlechter als die individuelle Lage eingeschätzt werden, hat sich aktuell nichts geändert, aber es kann positiv konstatiert werden, dass sich der Indexwert seit dem absoluten Tiefpunkt Ende 2014 mit einer Ausnahme stetig nach oben entwickelt hat. Falls die Regierungsbildung in Berlin bis zum Zeitpunkt der Frühjahrsumfrage 2018 noch nicht abgeschlossen sein sollte, könnten sich die unklaren Verhältnisse allerdings auch auf die Einschätzung der Nachwachsende-Rohstoffe-Branche auswirken.

Bewertung von Lage und Trend nach Branchen

Der Bereich Biogas hat einen geringen Rückgang der Indexwerte hinnehmen müssen, allerdings liegen beide Werte für Lage und Trend noch über der 50-Punkte-Schwelle. Darüber hinaus wird zwar die zukünftige Entwicklung immer noch schlechter beurteilt als die aktuelle Lage, der Abstand jedoch hat sich auf einen Indexpunkt verkürzt. Auch der Gesamtindexwert der Branche der stofflichen Nutzung hat sich leicht verschlechtert.

Stabil auf hohem Niveau zeigt sich der Bereich der festen Biomasse. Die Werte sind unwesentlich gesunken, und erfreulicherweise blicken die Unternehmen noch optimistischer in die Zukunft als sie die aktuelle Lage einschätzen.

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