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Cleanport Dortmund: E.ON nutzt Abwärme aus der Industrie für Tiefkühl-Logistik

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Im Rahmen eines neuen Projektes von E.ON steht die Nutzung industrieller Abwärme als Tiefkälte im Mittelpunkt. E.ON hat ein System entwickelt, das überschüssige Wärme der Deutschen Gasrußwerke wiederverwerten und dem Tiefkühllogistik-Unternehmen Coldstore in Form von Tiefkälte zur Verfügung stellen soll. Die Lösung führe Angebot und Nachfrage intelligent zusammen und steigere die Attraktivität des Technologiestandorts „Cleanport“ am Dortmunder Industriehafen, heißt es in einer Mitteilung des Energiekonzerns. Die Stadt Dortmund unterstützt das Projekt.

Als Kernstück baut E.ON eine Energiezentrale mit Wärmerückgewinnung, die überschüssige Energie in Nutzenergie umwandelt. Die Energie entsteht bei der Erzeugung von Ruß, den die Deutschen Gasrußwerke an ihrem Dortmunder Standort vornehmlich für die Reifenindustrie produzieren. Der Produktionsprozess hat als Abfallprodukt überschüssige Energie, die bereits in Teilen entweder an der Energiebörse oder an die Stadtwerke verkauft wird. Es stehen jedoch noch weitere Abwärmepotenziale zur Verfügung, die sich diese Energiepartnerschaft nun zu Nutzen machen will, so E.ON.

Colstore Group siedelt Standort direkt neben Deutschen Gasrußewerken an

Davon profitieren soll die Coldstore Group, die im Rahmen der Kooperation direkt neben den Gasrußwerken einen Standort inklusive Tiefkühllager ansiedeln wird. „Das Konzept können wir auch für weitere Städte und Industriestandorte verwirklichen“, erklärt der CEO von E.ON Connecting Energies, Bernd Schumacher. E.ON habe es geschafft, die ursprüngliche Idee, industrielle Abwärme am Standort der Gasrußwerke zu nutzbarer Kälte zu transferieren, in ein innovatives technisches Konzept zu bringen und es an die spezifischen Bedarfe der Branche der Kühlhausbetreiber anzupassen, so Sigfried Moritz, der CFO der Deutschen Gasrußwerke.

Informieren Sie sich in unserem Dossier über die Potenziale der Abwärmenutzung.

Der CEO der Coldstore Group, Hans Jansen, erklärte, dass auf dem Gelände in Dortmund ein 5.000-Tonnen-Gefrierhaus mit einer Einfrierkapazität von 300 Tonnen in 24 Stunden errichtet werde. Gerade die Nähe zum Hafen und zum dort ansässigen Containerterminal biete für die Logistik viele Möglichkeiten.

KfW bietet Zuschuss für Abwärmenutzung

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