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Deutsche Bahn schließt PPAs für Post-EEG-Windkraftanlagen

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Noch mehr Ökostrom im Bahnstrommix: Hierfür hat die Deutsche Bahn zwei langfristige Stromabnahmeverträge (PPAs) für zwei über 20 Jahre alte Windparks in Niedersachsen abgeschlossen. Beide Windparks sollten nach dem ursprünglich geplanten Auslaufen der staatlichen Förderung durch das EEG mittelfristig stillgelegt werden. Stattdessen wird die DB nun Erfahrungen mit Grünstromlieferungen aus Anlagen älterer Bauart sammeln.

Ein PPA mit einer Vertragslaufzeit von einem Jahr läuft bereits seit dem 1. Januar 2021. Statkraft liefert als Vermarkter rund 40 GWh Ökostrom aus einem Windpark nahe Bremerhaven in diesem Jahr. Das entspricht laut Deutscher Bahn etwas mehr als dem Tagesbedarf aller elektrisch fahrenden Züge in Deutschland.

„Wir sind sehr froh, dass die Vereinbarung mit der Deutschen Bahn gerade jetzt zustande gekommen ist. Sie beweist, dass Erneuerbare-Energie-Anlagen, deren Förderung ausgelaufen ist, eine wichtige Rolle bei der Dekarbonisierung der Industrie spielen. Anders als die im EEG 2021 beschlossene Anschlussförderung ermöglichen PPAs sowohl eine langfristige Preisgarantie als auch die Vermarktung des grünen Mehrwerts“, sagt Patrick Koch, Leiter des Kundengeschäfts von Statkraft in Deutschland.

Anschlussförderung und PPAs

Die Bundesregierung hat im Rahmen der EEG-Reform zum Jahresende 2020 eine Übergangslösung für ausgeförderte Windenergieanlagen bis 2022 geschaffen. Laut Statkraft stellen PPAs hingegen eine marktbasierte Alternative zur staatlichen Übergangslösung dar. Den Betreibern der existierenden Windenergieanlagen wird eine langfristige Preissicherheit garantiert und der Grünstrom aus diesen Anlagen kann erstmals zur Versorgung von Industrie und Gewerbe genutzt werden.

Weitere rund 50 GWh Grünstrom wird der Windpark Nordleda bei Cuxhaven insgesamt in den Jahren 2022 und 2023 liefern. Die kurzen Vertragslaufzeiten begründet die DB mit den wenigen Erfahrungswerten über die Zuverlässigkeit von Windkraftanlagen nach 20-jährigem Betrieb. Partner ist das Unternehmen Getec Energie. „Die Nutzung von Strom aus EEG-20Plus-Anlagen ist dabei viel mehr als nachhaltige Energieversorgung: Sie ist ein wichtiger Beitrag zum schonenden Umgang mit Ressourcen“, erläutert Cord Wiesner, Geschäftsführer der Getec Energie.

DB Energie nimmt mit den beiden Windparks nun auch Windkraftanlagen an Land in das wachsende Grünstrom-Portfolio der DB auf. Dieses besteht zum größten Teil aus Wasserkraft. Solarstromparks und Windkraftanlagen auf hoher See spielen eine immer bedeutendere Rolle. DB Energie baut das Portfolio von Kraftwerken und Verträgen grundlegend um. Erneuerbare ersetzen schrittweise und konsequent auslaufende Verträge fossiler Energieträger.

Zuletzt hat die DB im November 2020 drei langfristige große Ökostrom-Lieferverträge für Sonnenenergie, Wind- und Wasserkraft abgeschlossen:

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