Deutschland und Australien bauen gemeinsam Wertschöpfungskette für grünen Wasserstoff auf

Sonne und Wolken
Quelle: ContextCrew

Das Bundesforschungsministerium (BMBF) erarbeitet aktuell zusammen mit der Australian Renewable Energy Agency (ARENA) die Fördermaßnahme HyGATE. Ziel ist es, ein gemeinsames Instrument zur Förderung von Forschungsprojekten zur Entwicklung und Demonstration von innovativen grünen Wasserstofftechnologien entlang der gesamten Wertschöpfungskette aufzusetzen. Der Projektträger Jülich (PtJ) wird die Maßnahme auf deutscher Seite im Auftrag des BMBF umsetzen.

BMBF und ARENA streben an, im ersten Quartal 2022 jeweils nationale Förderbekanntmachungen zu veröffentlichen. Die Förderung soll primär auf Projekte ausgerichtet sein, die Teile der Wasserstoff-Wertschöpfungskette demonstrieren und hierbei Partner aus Wissenschaft und Wirtschaft beider Länder vereinen. Das BMBF plant, hierfür bis zu 50 Mio. € bereitzustellen, von australischer Seite sollen bis zu 50 Mio. Australische Dollar (rund 31,4 Mio. €) zur Verfügung stehen.

HyGATE ist eine zentrale Initiative des „Deutsch-Australischen Wasserstoff Akkord“, der 2021 im Kontext des G7-Gipfels in Cornwall zum Ausbau einer Wasserstoffkooperation durch die jeweiligen Fachminister unterzeichnet wurde.

Kooperation bietet deutschen Unternehmen die Möglichkeit für Technologieexporte

„Die deutsch-australische Kooperation zu Innovationen für Grünen Wasserstoff bietet unserem Land große Chancen“, kommentierte Bundesforschungsministerin Anja Karliczek. „Mit ihr können wir einen Import von grünem Wasserstoff in relevanten Mengen ermöglichen – ein zentraler Faktor, um unsere verstärkten Klimaziele zu erreichen. Wir können so unsere Energieversorgung auf eine breitere Basis stellen und Australien kann künftig grünen Wasserstoff exportieren. Die Kooperation bietet gleichzeitig deutschen Unternehmen die Möglichkeit für Technologieexporte.“

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