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DEW21 treibt mit Investition in Software-Anbieter GreenPocket Digitalisierung voran

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Die Dortmunder Energie- und Wasserversorgung GmbH (DEW21) beteiligt sich an dem Kölner Software-Startup GreenPocket. Wie die beiden Unternehmen mitteilten, ist die Finanzierungsrunde von GreenPocket damit abgeschlossen. Auch Bestandsinvestoren hätten ihr Engagement durch zusätzliche Finanzierung bestätigt.

Die nun erfolgte Wachstumsfinanzierung soll gezielt zum Ausbau der Produktlinien von der Verbrauchstransparenz zur Energieintelligenz verwendet werden. „Wir sehen hier große Chancen für innovative Anwendungsfelder, die sich aus der effizienten Nutzung von Smart-Meter-Daten mit Hilfe von Data-Science-Technologien ergeben. National wie international ein Zukunftsmarkt mit erheblichem Potential“, sagte Thomas Goette, CEO von GreenPocket. Mit dem eingeworbenen Kapital werde deshalb der konsequente Ausbau der Vertriebsaktivitäten deutlich verstärkt.

Verbraucherschutz bringt Markt für White-Label-Software-Lösungen voran

Hintergrund ist, dass der Trend zur Digitalisierung der Energienetze weltweit dazu führt, dass analoge Energieverbrauchszähler durch elektronische Zähler abgelöst werden. Im Rahmen dieses Smart-Meter-Rollouts verpflichtet der Gesetzgeber in vielen Ländern Energieversorger, ihren Kunden aus Verbraucherschutzgründen Transparenz über ihre Energieverbräuche in Form einer Visualisierungssoftware zu geben. GreenPocket erwartet folglich ein Wachstum im Markt für White-Label-Software-Lösungen, insbesondere in fragmentierten Märkten wie in Deutschland mit sehr vielen regionalen Energieversorgern und Stadtwerken.

DEW21 will mit GreenPocket Digitalisierungsanforderungen begegnen

„Mit GreenPocket haben wir einen Partner gefunden, mit dem wir die Digitalisierungsanforderungen effizient und passgenau für unsere Kunden umsetzen zu können. Gemeinsam möchten wir neue Produktideen entwickeln, die auf die Bedürfnisse von DEW21 und die Strömungen des Energiemarktes abgestimmt sind“, sagte Heike Heim, Vorsitzende der DEW21-Geschäftsführung. „So werden wir auch eng beim Aufbau des Geschäftsfeldes Smart Metering zusammenarbeiten, denn hier hat GreenPocket bereits hervorragende Werkzeuge entwickelt.“

GreenPocket hat bereits an 100 Smart-Metering-Projekten mitgewirkt

GreenPocket hat als Spezialist in diesem Wachstumsmarkt mit mehr als 100 Smart-Metering-Projekten für Energieversorger (Netzbetreiber, Messstellenbetreiber und Lieferanten) bereits Erfahrungen sammeln können. Zu den aktuell über 30 Laufzeitkunden zählen den Angaben zufolge mit Hamburg, Berlin, Frankfurt und Köln vier der fünf größten Städte Deutschlands, zudem viele Regionalversorger und Stadtwerkeverbünde.

Zu den Herausforderungen der Digitalisierung lesen Sie auch:

Bei der Digitalisierung der Energiewende bestehen noch große Herausforderungen

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