Nach einem Einnahmenüberschuss von 38 Mio. € im Oktober liegt das EEG-Konto nach zehn Monaten mit 3,69 Mrd. € im Plus. Den von den Übertragungsnetzbetreibern (ÜNB) bekannt gegebenen Zahlen zufolge sind im Oktober 2,20 Mrd. € auf das Konto geflossen, auf der Ausgabenseite stehen 2,16 Mrd. € zu Buche.
Auch im Oktober haben hohe Strompreise einen Entlastungseffekt auf die Saldenentwicklung gehabt. Die von den ÜNB an den Strombörsen verkauften EEG-Strommengen brachten einen durchschnittlichen Erlös in Höhe von 56,70 €/MWh – das ist der höchste Durchschnittserlös für EEG-Strom im laufenden Jahr. Mit steigendem Börsenwert des EEG-Stroms sinkt die Differenz zum Förderanspruch der Anlagenbetreiber. Die über die EEG-Umlage zu deckende Lücke ist dann kleiner, was sich jüngst auch auf die Festlegung des Umlagesatzes für 2019 ausgewirkt hat: Die EEG-Umlage sinkt zum zweiten Mal in Folge.
Auch bei den direkt vermarkteten Strommengen wurden im Oktober hohe Erlöse erzielt. Der Marktwert Wind Onshore lag bei 4,337 ct/kWh, der Marktwert für die Photovoltaik sogar bei 5,325 ct/kWh.