Einen Wirkungsgrad von mehr 82 Prozent verspricht eine neue Power-to-Gas-Technologie, die der Technologiekonzern thyssenkrupp entwickelt hat. Die Wasserelektrolyse-Technologie verfüge über ein etabliertes Zelldesign in Verbindung mit einer besonders aktiven Zellfläche von 2,7 m². Die hohen Wirkungsgrade werden nach Angaben von thyssenkrupp durch die Weiterentwicklung der „Zero Gap“-Elektrolysetechnologie erreicht, bei der zwischen Membran und Elektroden nahezu keine Lücke entsteht.
Um den Bau neuer Wasserstoffanlagen effizient zu gestalten, biete thyssenkrupp die Elektrolyseure in vorgefertigten Standardmodulen an. Dadurch ließen sich die Anlagen skalieren bis hin zu Großanlagen im Bereich von mehreren hundert MW.
Produktionskapazität bei mehr als 600 MW pro Jahr
Nach eigenen Angaben hat das Konzernunternehmen thyssenkrupp Uhde Chlorine Engineers weltweit bereits mehr als 600 elektrochemische Anlagen realisiert. Mit der vorhandenen industriellen Fertigung könne thyssenkrupp heute schon mehr als 600 MW Elektrolyseur-Leistung pro Jahr produzieren.

Wasserstoff eigne sich nicht nur als Energiespeicher. Werde der Wasserstoff auf der Grundlage erneuerbarer Energien produziert, könne er auch für die Produktion von wichtigen Basischemikalien eingesetzt werden. Ein Beispiel dafür ist „grünes“ Ammoniak. Mit den Wasserelektrolyse-Technologien und Verfahren zur Ammoniak-Produktion könne thyssenkrupp integrierte Anlagen liefern, „die aus nichts außer Wasser, Luft und Sonnenlicht bzw. Wind Ammoniak produzieren“. Künftig könne auch die Produktion von „grünem“ Methanol in kompletten Wertschöpfungsketten angeboten werden.
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