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Elektromobilität: Grüne stellen die Millionenfrage

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Hält die Bundesregierung an ihrem Eine-Million-Elektroauto-Ziel für das Jahr 2020 fest oder nicht? Danach haben sich die Grünen in einer Kleinen Anfrage im Bundestag erkundigt. Und die Bundesregierung hat jetzt geantwortet – zumindest hat sie sich zu den Fragen der Grünen geäußert. „Das Tempo der Marktdurchdringung wird sich erheblich beschleunigen“, heißt es in der Antwort. Dieser Trend werde durch die bisherige Entwicklung der Zulassungszahlen in den Jahren 2009 bis 2016 auch „grundsätzlich bestätigt“.

Prognosen über Marktdurchdringung „naturgemäß risikobehaftet“

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte im Mai bei einer Veranstaltung der Unions-Bundestagsfraktion in Berlin mit Blick auf das Eine-Million-Elektroauto-Ziel erklärt: „So, wie es im Moment aussieht, werden wir dieses Ziel nicht erreichen.“ So eindeutig formuliert es die Bundesregierung in ihrer Antwort aber nicht. Prognosen über die Marktdurchdringung seien „naturgemäß risikobehaftet“. Verantwortlich dafür seien die zahlreichen Einflussfaktoren wie der rasante technologische Fortschritt, insbesondere bei der Batterietechnik. Damit einher gingen eine deutliche Erhöhung der Reichweite, die Senkung der Produktionskosten und der Ausbau der Ladeinfrastruktur. „Vor diesem Hintergrund hält die Bundesregierung an dem Kernanliegen des 2020-Ziels fest und will möglichst viele Elektroautos auf die Straße bringen“, heißt es zur Zielsetzung vielsagend.

Insgesamt sieht sich die Bundesregierung auf einem guten Weg in Sachen Elektromobilität, auch wenn man sich nicht auf eine konkrete Zahl festnageln lassen will. Die Unterstützung der Forschungsförderung von derzeit jährlich rund 220 Mio. € sowie Anpassungen der gesetzlichen Rahmenbedingungen (Ladesäulenverordnung, Elektromobilitätsgesetz) seien geeignet, um den Markthochlauf zu beschleunigen. Das gelte auch für das Marktanreizpaket mit Umweltbonus, Ladeinfrastrukturförderung und steuerlichen Anreize.

„Aufbau der Ladeinfrastruktur bleibt wichtig, um die Reichweitenangst zu nehmen“

Insbesondere der Aufbau der Ladeinfrastruktur bleibe wichtig, um die Reichweitenangst zu nehmen. Der im März gestartete erste Förderaufruf hat ein Fördervolumen von 300 Mio. € und eine Laufzeit von vier Jahren (2017 bis 2020). Zudem fördere die Bundesregierung die Batterieerforschung „intensiv, damit rasch noch leistungsfähigere Batterien zur Verfügung stehen“.

Der zunehmende internationale und nationale Wettbewerb sei zu begrüßen. Er werde auch in Deutschland ein entscheidender Impulsgeber für die Entwicklung der Elektromobilität sein und „wesentlich zur Erreichung des ehrgeizigen 2020-Ziels beitragen“. Entscheidend sei dabei weniger die zeitliche „Punktlandung“, sondern eine hohe Dynamik bei den industriellen Umstellungsprozessen und der Markdurchdringung mit Elektromobilen.

 

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