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Elektromobilität und Netzdienlichkeit: Kein Widerspruch

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Eine der Sorgen von Energieversorgern mit Blick auf die Elektromobilität bezieht sich auf ihre Auswirkung auf die Netzstabilität. Was passiert, wenn tausende Elektroautos in einem Verteilnetz gleichzeitig geladen werden? Je mehr sich solche Verbrauchsspitzen reduzieren lassen, desto geringer sind erforderliche Netzverstärkungs- und -ausbaumaßnahmen. Ein Projekt der Lechwerke hat gezeigt, dass es mit einer Steuerung der Ladevorgänge gelingen kann, das Lastprofil der E-Auto-Seite an das Dargebot regenerativer Energien anzunähern.

Ein weiteres Stück in diesem Puzzle sind passende Anreize für Elektroautonutzer, eine entsprechende netzdienliche Ladestromnachfrage am Markt zu äußern. Eine Lösung dazu bietet das Start-up StromDAO, das sich auf die Entwicklung neuer Stromprodukte auf der Grundlage der Blockchain-Technologie spezialisiert hat. „Das tagsüber an eine private Ladesäule angeschlossene Elektroauto stellt in gewissem Sinne den idealen Stromverbraucher der Energiewende dar, weil es keine Rolle spielt, wann genau der Akku geladen wird“, heißt es seitens des Unternehmens.

Verknüpfung von Ladeverhalten an Solar-/Wind-Ertragsprognosen

Für die regenerativen Stromerzeuger im Umfeld einer Ladesäule liegen ständig Ertragsprognosen für die nächsten 24 Stunden vor. Dies gehöre zum Aufgabenbereich der Vermarkter von Solar- und Windstrom. „Also muss nur noch dafür gesorgt werden, dass möglichst viele Elektroautos dann geladen werden, wenn viel umweltfreundlicher Strom zur Verfügung steht.“ Der Autostromtarif von StromDAO tut dies durch wirtschaftliche Anreize. „Wer sein Auto zu dieser Zeit lädt, wird mit Prämien belohnt. Netzdienlichkeit zahlt sich also unmittelbar aus.“

Unternehmen verspricht Prämien von bis zu fünf Cent pro Kilowattstunde

Konkret erhalten Kunden des StromDAO-Autostromtarifs Prämien von bis zu fünf Cent pro Kilowattstunde, wenn sie ihr Elektroauto dann laden, wenn regional viel umweltfreundlicher Strom erzeugt wird. Die genaue Höhe der Prämie variiere dabei abhängig von der Menge des Ökostroms, heißt es weiter. Im Jahresdurchschnitt betrage sie 2,5 ct/kWh.

Kunden könnten ihre Prämie maximieren, indem sie die Ladezeiten anhand der Ertragsprognose für die nächsten 24 Stunden planen. Zusätzliche Stromzähler, Stromanschlüsse oder Rundsteuerempfänger würden nicht benötigt, lediglich eine private Ladesäule. Die vertragliche Mindestabnahmemenge für das bundesweit verfügbare Angebot betrage 2.000 kWh. Wenn mindestens diese Strommenge aus dem Netz bezogen werde, erhielten Kunden die Prämie auch für Strom aus der eigenen Photovoltaikanlage.

Intelligentes Lademanagement von E-Autos kann Lastspitzen spürbar glätten

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