Knapp ein Jahr nach Inbetrtiebnahme des 187-MW-Solarparks „Weesow-Willmersdorf“ nimmt die EnBW nun schrittweise die beiden 150-MW-Solarparks in „Alttrebbin“ und „Gottesgabe“ in Betrieb. Zusammen bilden die drei Projekte ein rund 500 MW starkes Solarcluster östlich von Berlin. „Mit den beiden Solarparks verwirklichen wir auf einen Schlag einen Zubau von über fünf Prozent der Leistung aller im letzten Jahr realisierten Photovoltaik-Projekte in Deutschland“, sagt Thorsten Jörß, Leiter Projektentwicklung Photovoltaik bei EnBW. (Nachweis für Beitragsbild: Paul-Langrock.de / EnBW)

Bei den Projekten „Alttrebbin“ und „Gottesgabe“ setzt die EnBW erstmals Batteriespeicher ein. Mit jeweils 3,9 MWh Kapazität sind sie auf tageslichtarme Wintertage ausgelegt, d.h. sie speichern die Sonnenenergie und decken dann in den Nachtstunden den Eigenbedarf der Umspannwerke und Wechselrichter. Somit erzeugen die Solarparks die für ihren Betrieb benötigte Energie vollständig selbst. In sonnenstarken Zeiten könne darüber hinaus durch den Speicher Solarenergie ins Stromnetz eingespeist und der Strom am Markt zur Verfügung gestellt werden. „Wo immer sinnvoll und wirtschaftlich umsetzbar, planen wir solche Speichersysteme in unsere Solarparks ein“, betont Jörß.

Seit Mitte Februar fließen die ersten Kilowattstunden aus dem Solarpark „Gottesgabe“. In „Alttrebbin“ erfolgte die erste Einspeisung rund zehn Tage später. Bis Ende März sollen beide Solarparks vollständig in Betrieb sein. Rund 700.000 bifaziale Solarmodule hat die EnBW insgesamt montiert. Die Solarparks speisen die erzeugte Energie in das 110.000 Volt Hochspannungsnetz des Netzbetreibers e.dis bei Metzdorf ein. Dazu hat die EnBW rund acht Kilometer Hochspannungskabel bis zum Netzverknüpfungspunkt verlegt.

Im Bild: Umspannwerk und Batteriespeicher Alttrebbin (links), Solarpark Gottesgabe (Mitte), Solarpark Alttrebbin (rechts); Bildquelle: Paul Langrock / EnBW

Im März 2021 starteten die Bauarbeiten für beide Projekte. Geplant war eine Inbetriebnahme bis Ende 2021. Jedoch musste das Projektteam während der Bauzeit das Timing der einzelnen Gewerke auf der Baustelle anpassen. Als Folge der weltweiten Lieferschwierigkeiten, der Auswirkungen der Corona-Pandemie und dem Hochwasser in Europa kam es zu Verzögerungen. „Wir haben uns aber nicht mit der Situation abgefunden. Durch Umplanung einzelner Gewerke ist es uns gelungen, den Bau dennoch zügig voranzutreiben“, sagt der für „Gottesgabe“ zuständige Projektleiter Jens Darocha.

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