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Energieeffizienz kein Kostentreiber für Wohnungsbau

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Energetische Anforderungen sind kein Kostentreiber für bezahlbaren Wohnungsbau in Deutschland. Einem neuen Gutachten zufolge ist der Anteil der Energieeffizienz an den Kostensteigerungen im Wohnungsbau gering. Es wurde vom Institut für technische Gebäudeausrüstung (iTG Dresden) im Auftrag des Bundesverbands Erneuerbare Energie (BEE) erstellt. „Das Gutachten zeigt, dass sich hohe rechtliche Anforderungen, Wirtschaftlichkeit und Klimaschutz nicht ausschließen müssen“, erklärt BEE-Geschäftsführer Peter Röttgen.

Laut dem Gutachten muss klimafreundliches Bauen keine Frage der Kosten sein. So sei das Gebäudeenergierecht in den Jahren 2000 bis 2014 lediglich für sechs der insgesamt 36 prozentigen Baukostensteigerungen verantwortlich gewesen. Der überwiegende Teil von 30 Prozent der Kosten stamme durch andere Anforderungen an Gebäude. Mit der Energieeinsparverordnung (EnEV) 2016 seien die Investitionen in energiebedingte Bauteile maximal noch einmal um rund drei Prozent gestiegen.

Das Gutachten zitiert das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung, laut dem der entscheidende Engpassfaktor für mehr bezahlbaren Wohnungsneubau in vielen Regionen und Städten nicht das Energierecht, sondern der Mangel an geeigneten Flächen und mangelnde Bebauung vorhandener Grundstücke ist.

Intelligente Kombination von Heizungstechnik und Gebäudegestaltung

„Höhere energetische Standards können sogar günstiger erreicht werden, wenn man Heizungstechnik und Gebäudegestaltung intelligent kombiniert und Fördermittel in Anspruch nimmt“, so Röttgen. Die Baupraxis beweise, dass über die EnEV 2016 hinausgehende energetische Standards unkompliziert und mit marktüblichen Technologien problemlos erreichbar seien.

EU will Energieeffizienz von Gebäuden verbessern

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