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Energiespeicher: Stora Enso investiert in ligninbasierte Elektroden

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Der Papierkonzern Stora Enso, Helsinki, will zehn Mio. € in den Bau einer Pilotanlage zur Herstellung von Kohlenstoffen auf Ligninbasis investieren. Nach Angaben von Stora Enso soll an der Pilotanlage die Verarbeitung von Lignin zu einem Kohlenstoffzwischenprodukt mit graphitähnlichen Eigenschaften erprobt werden. Ligninbasierte Elektroden könnten in Akkus und Batterien für die Unterhaltungsindustrie, die Autoindustrie, und in großen Energiespeichersystemen zum Einsatz kommen.

„Die Verwendung von Lignin für technische Kohlenstoffmaterialien bietet interessante Möglichkeiten“, sagt Markus Mannström, Executive Vice President der Geschäftssparte Biomaterials von Stora Enso. „Wir werden uns auf den schnell wachsenden Batteriemarkt konzentrieren, in dem Unternehmen nach hochwertigen, preislich attraktiven und nachhaltigen Materialien suchen“.

In Zellstoffwerk Sunila wird Lignin in industriellem Maßstab extrahiert

Die Pilotanlage soll im Zellstoffwerk Sunila in Finnland errichtet werden. In Sunila extrahiert Stora Enso seit etwa fünf Jahren Lignin im industriellen Maßstab. Die Produktionskapazität gibt das Unternehmen mit 50.000 jato an. Seit 2018 vermarktet Stora Enso Sunila unter anderem ein ligninbasiertes Phenol-Bindemittel, das in der Klebstoffindustrie als Ersatzstoff für fossilbasierte Komponenten zum Einsatz kommt.

Mit dem Bau der Pilotanlage will Stora Enso noch vor Jahresende beginnen und will die Anlage bis Anfang 2021 fertig stellen. Entscheidungen über die Kommerzialisierung werden nach Unternehmensangaben nach Auswertung der Ergebnisse der Pilotproduktion erfolgen.

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