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Energiespeicher und Sektorkopplung: ees Europe will Trendthemen aufgreifen

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Kaum ist die Energy Storage Europe (ESE) in Düsseldorf vorüber, schon richtet sich der Blick auf das nächste Highlight im Messekalender für die Energiespeicher-Branche, die ees Europe in München.

Die Veranstalter sprechen von „Europas größter und besucherstärkster Fachmesse für Batterien und Energiespeichersysteme“. Zu den Trendthemen 2018 soll neben dem Ausbau der Batterieproduktion auch Sektorkopplung als Verzahnung von Strom, Wärme und Mobilität im Blickpunkt stehen, heißt es seitens Solar Promotion und dem Mitveranstalter Freiburg Wirtschaft Touristik und Messe. Auch die parallel stattfindende ees Europe Conference soll die Sektorkopplung als Schlüsselkompetenz von Energiespeichern aufgreifen.

450 Unternehmen aus der Energiespeicherbranche erwartet

Die Veranstalter erwarten mehr als 450 Anbieter von Batterien, Energiespeichersystemen, Netzinfrastruktur und Lösungen für die Integration erneuerbarer Energien. Die ees Europe findet vom 20. bis 22. Juni 2018 im Verbund mit den parallel stattfindenden Energiefachmessen wie der Intersolar unter der Marke „The smarter E Europe“ statt. Damit würden erstmals vier Energiefachmessen an einem Ort verbunden. Zusammen mit der Intersolar Europe, der Power2Drive Europe und The smarter E Europe Conference erwarten die Veranstalter rund 1.700 internationale Konferenzteilnehmer und über 200 Referenten aus der ganzen Welt.

Solarstromspeicher: Marktvolumen in drei Jahren verdreifacht

Batterien und Energiespeichersysteme sind nach Einschätzung der Veranstalter für die moderne Energieversorgung „unverzichtbar“. Der Aufschwung von erneuerbaren Energien in den Sektoren Strom, Wärme und Mobilität benötige neben einer intelligenten Vernetzung vor allem zusätzliche, effiziente und kostengünstige Speicherressourcen. In Deutschland haben neben Gewerbespeichern vor allem Heimspeicher Konjunktur. Allein im vergangenen Jahr wurden in Deutschland mehr als 30.000 neue Solarstromspeicher installiert. Damit hat sich das Marktvolumen in den letzten drei Jahren verdreifacht.

„Gerade durch die Zunahme der Elektromobilität kommt dem Thema ‚Netzanbindung und effizientes Energiemanagement‘ in diesem Jahr eine neue Bedeutung zu“, sagt Holger Hesse, Leiter der Forschungsgruppe stationäre Energiespeichersysteme und stellvertretender Leiter des Lehrstuhls für Elektrische Energiespeichertechnik Technische Universität München (TUM). Die stationäre Energiespeicherung nehme in diesem Kontext auch durch die weiterhin stark fallenden Preise bei Lithium-Ionen-Zellen und Speichersystemen eine Schlüsselrolle für eine zukünftige Energieversorgung ein.

Auch europäische Unternehmen steigen vermehrt in Zellfertigung ein

Um der höheren Nachfrage gerecht zu werden gelte es, Kapazitäten für die Batterieherstellung und das Assembling zu vergrößern und Kosten zu senken, um mehr Batteriesysteme schneller auf den Markt zu bringen. Gleichzeitig soll die Energieeffizienz der Komponenten steigen. Neben China und Korea stiegen auch europäische Unternehmen verstärkt in die Zellfertigung ein und zielten auf die Großserienfertigung von Lithium-Ionen-Batterien, heißt es seitens der ees-Veranstalter weiter.

Die deutsche Batterieindustrie verfügt über das Know-how, um aus Lithium-Ionen-Zellen gebrauchsfertige Batterien herzustellen

Otmar Frey, Geschäftsführer des ZVEI-Fachverbands Batterien, sieht auch in Deutschland einen ernstzunehmenden Marktteilnehmer. „Die deutsche Batterieindustrie verfügt über das Know-how, um aus Lithium-Ionen-Zellen gebrauchsfertige Batterien herzustellen, beispielsweise für Heimspeicher für Photovoltaik-Anlagen.“ Dass der deutsche Markt mithalten könne, zeige ein Marktwachstum von 1,7 auf 2,8 Mrd. € im Zeitraum von 2011 bis 2016.

Energiespeicher für die Energiewende: 7 Dinge, die Sie wissen sollten

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