Zahlen des Umweltbundesamtes zeigen, dass Deutschland vor zehn Jahren schon wesentlich weiter war, was die Beschäftigung im Bereich der erneuerbaren Energien angeht: Waren 2011 im Sektor 416.000 Menschen beschäftigt, sind es 2021 nur noch 344.000. Der Niedergang der deutschen Solarwirtschaft war der Hauptgrund dafür. Dies hat Langzeitfolgen: Heute fehlen hierzulande die Fachkräfte – und die Erneuerbaren-Branche muss sich anstrengen und überzeugen, um sie zurückzugewinnen. (Nachweis für Beitragsbild: Me studio / stock.adobe.com)

Der Titel der neuen Ausgabe 49.2022 von ContextCrew Neue Energie widmet sich einer Studie des Kompetenzzentrums Fachkräftesicherung (KoFa) am Institut der deutschen Wirtschaft in Köln, die den Fachkräftebedarf im Wind- und Solarbereich analysiert. „Signalisieren Sie potenziellen Fachkräften, dass eine Karriere in der Energiewende eine sichere Zukunftsperspektive bietet“, lautet eine Empfehlung der Wissenschaftler an die Branchenunternehmen.  „Dies ist gerade vor dem Hintergrund wichtig, dass es in der Vergangenheit auch Stellenkürzungen, beispielsweise in der Solarindustrie, gab.“

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Um die eigene Zukunftsperspektive bangen angesichts der Strompreisbremse gegenwärtig
viele Biogasanlagenbetreiber. Die Sorge, dass der Abschöpfungsmechanismus den Betreibern den wirtschaftlichen Boden entzieht, ist groß. Immerhin: Die erste Debatte im Plenum des Bundestags am vergangenen Donnerstag hat deutlich gemacht, dass die Abgeordneten hier durchaus Alarmsignale wahrgenommen haben. Nicht nur die Opposition, auch Vertreter der Regierungsfraktionen haben unterstrichen, dass die 14 Tage bis zum Bundestagsbeschluss über das Gesetz genutzt werden sollen, um insbesondere im Bioenergiebereich nachzubessern.

Bei aller Branchenkritik am Entwurf für die Strompreisbremse und den Erlösabschöpfungsmechanismus: Die Bundesregierung hat in den vergangenen Monaten sehr viele Fragestellungen der Energiewende adressiert. Einen neuen Anlauf gibt es in Sachen Messstellenbetriebsgesetz. Und auch das Strommarktdesign soll in Kürze auf die Agenda rücken.

Zu den Topthemen der Vorwoche:

Strompreisbremse und Erlösabschöpfung nehmen nächste Stufe im Gesetzgebungsverfahren