Enertrag und der polnische Telekommunikationsanbieter Orange Polska haben ein langfristiges Power Purchase Agreement (PPA) zur Versorgung der Infrastruktur des Unternehmens mit klimaneutralem Strom aus einem Onshore-Windpark mit 36 MW vereinbart. Der Windpark wird von Enertrag entwickelt und gebaut. (Nachweis für Beitragsbild: Enertrag)
Bis zu zehn Windkraftanlagen des Typs Vestas V126 mit einer Leistung von je 3,6 MW und 132 Metern Nabenhöhe werden bis 2024 in Betrieb genommen. Die Turbinen sollen jährlich 125 GWh produzieren und damit rund 20 Prozent des Energiebedarfs von Orange Polska decken. Derzeit baut Enertrag 186 MW an Windkraftkapazität in den Projekten Dargikowo und Karlino und nimmt diese in Betrieb.
Mit dem Projekt werde Enertrag innerhalb von zwei Jahren mehr als 220 MW in Polen realisiert haben, sagt Christoph Sowa, Leiter der Abteilung Projekte Polen. Für die Partner von Enertrag diene ein Power Purchase Agreement (PPA) als Absicherung gegen hohe Energiepreise und sorgt so für langfristige Preisstabilität bei der Energiebeschaffung. Darüber hinaus unterstütze ein Corporate Power Purchase Agreement die Finanzierung von subventionsfreien Erneuerbare-Energien-Projekten.

„Die Verhandlungen mit Orange verliefen sehr konstruktiv und die Einigung auf ein langfristiges Corporate Power Purchase Agreement in weniger als drei Monaten unterstreicht die Erfahrung von Enertrag als Anbieter von PPAs“, betont Enertrag-CFO Simon Hagedorn. Man plane, ähnliche PPA-Strukturen für zukünftige Projekte zu entwerfen und umzusetzen.
Wachsende Zahl von PPA-Abschlüssen am polnischen Markt im Jahr 2022
Orange Polska hat kürzlich angekündigt, seine direkten und indirekten CO2-Emissionen bis zum Jahr 2025 um bis zu 65 Prozent im Vergleich zum Basisjahr 2015 zu senken. Übergreifendes Ziel ist es den Angaben zufolge, bis spätestens 2040 Nettoklimaneutralität zu erreichen.
Der polnische PPA-Markt zeigt sich jüngst sehr dynamisch. Im Januar meldeten die Unternehmen Statkraft und Better Energy den Abschluss eines PPA über Strom aus einem neuen Solarpark mit einer Leistung von 36 MW, der 2023 in Betrieb gehen soll. Sogar 300 MW umfasst ein Portfolio des Projektentwicklers R.Power, dessen Produktion an Solarstrom die Schweizer Axpo Gruppe im Rahmen eines PPA kontrahiert hat.
Kontext zum Thema Power Purchase Agreements:
Geschäftsmodell Power Purchase Agreement (PPA): Potenzial zum Megatrend?