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Erdgas Südwest baut ihre bisher größte schwimmende Solaranlage

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Die Erdgas Südwest GmbH hat den Startschuss für den Bau ihres neuesten und bislang größten schwimmenden Photovoltaik-Projekts gegeben: In den nächsten Wochen entstehen auf einem Baggersee in Leimersheim mit ca. 14.000 Quadratmetern und insgesamt etwa 1,5 MWpeak zwei schwimmende Photovoltaik-Anlagen, teilte Erdgas Südwest mit. Noch in diesem Jahr soll eine der Anlagen in Betrieb genommen und der Strom für die Versorgung des Kieswerks Pfadt GmbH Kieswerk – Baustoffe genutzt werden.

Insgesamt werden auf dem Baggersee in Leimersheim 3.744 Solar-Panele auf 6.500 Schwimmkörpern auf den See gebracht und mit einer Grundverankerung fixiert. Der See hat eine Fläche von 160.000 Quadratmeter, die Anlagen bedecken davon nur rund acht Prozent. Ab Inbetriebnahme im Spätherbst 2020 werden zunächst 739,44 kWp an Leistung genutzt und etwa 780.000 kWh Strom erzeugt. Dieser wird zu etwa 40 Prozent zur Versorgung des Kieswerks Pfadt genutzt, der Rest wird ins öffentliche Netz eingespeist und kommt dann den Haushalten der Region zugute. Gerade energieintensive Kieswerke sind für die Umstellung auf Photovoltaik-Strom optimal geeignet, denn die Sonne scheint vornehmlich zu Produktionszeiten, womit die Stromerzeugung genau zu den Lastgängen passt.

Anlage spart Kohlendioxid und Platz

Durch die Anlage werden insgesamt 548.000 Kilogramm CO2 pro Jahr im Vergleich zum Energiemix 2019 eingespart. Zusätzlich zu CO2 spart die schwimmende Photovoltaik-Anlage zudem Platz auf Freiflächen: „Die Anlage steht in keiner Konkurrenz zu anderen Bauvorhaben, der Landwirtschaft oder sonstigen Nutzungszwecken“, erläutert Peer Köster. Außerdem werden, um eventuell nachteilige Auswirkungen auf die Pflanzen- und Tierwelt im und um den See herum entgegenzuwirken, gemäß eines offiziellen Artenschutzgutachtens verschiedene Maßnahmen ergriffen.

Rahmenbedingungen müssen verbessert werden

„Wir freuen uns, dass die Anlage nach langer Planung und Vorbereitung jetzt in die Umsetzung kommt“, sagte Projektleiter Peer Köster, der das Projekt seitens Erdgas Südwest gemeinsam mit seiner Kollegin Melanie Gimmy betreut. Allerdings erfordern politische Hürden eine schrittweise Inbetriebnahme. „Aufgrund der politischen Rahmenbedingungen müssen wir die PV-Anlagen einzeln betrachten, um eine Zusammenlegung der Anlagen im Sinne des EEG zu vermeiden. Deswegen müssen wir die Inbetriebnahme zweiteilen“, erklärt Melanie Gimmy. „Aus unserer Sicht besteht hier dringender Handlungsbedarf seitens der Politik“, sagt sie.

Immerhin könnten unter anderen Voraussetzungen auf einen Schlag 1.560.000 kWh Strom aus Sonnenenergie erzeugt und so die regionale Energiewende unterstützt werden. So schaltet Erdgas Südwest dann erst Ende 2021 die zweite Anlage mit derselben Leistung und demselben Erzeugungspotenzial dazu.

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