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Erneuerbaren-Ausbau lohnt sich schon aus wirtschaftlichen Gründen

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Nicht nur aus Gründen des Klimaschutzes lohnt sich die Investition in erneuerbare Energien, sondern auch aus wirtschaftlichen Gründen. Das zeigen aktuell eine Studie der Universität Erlangen-Nürnberg sowie eine Studie des Forums Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft. Der Studie der Universität zufolge sorgt Strom aus Windkraft- und Solaranlagen für niedrigere Großhandelspreise an der Strombörse und ersparte deutschen Letztverbrauchern im Untersuchungszeitraum 2011 bis 2018 auf diese Weise rund 70 Mrd. €. Auftraggeber der Studie war der Ökostromanbieter EWS.

Eine Kurzanalyse des Forums Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft, die im Auftrag von Greenpeace Energy erstellt wurde, hat die Vollkosten von erneuerbarem und von konventionell erzeugtem Strom berechnet und miteinander verglichen. Sie kommt zu dem Ergebnis, dass im kommenden Jahr jede zusätzliche Kilowattstunde Strom aus erneuerbaren Energien der Gesellschaft rund 9,7 Cent an Kosten erspart. Demnach kostet eine Kilowattstunde aus neuen Wind- und Solarparks rund 7,5 Ct/kWh, während bestehende Kohle- und Gaskraftwerke im Mittel bei 17,2 Ct/kWh liegen. Je mehr erneuerbarer Strom produziert wird, desto höher sind die langfristigen Spareffekte. Die Ausgaben für die EEG-Umlage sind in dem Kostenvergleich bereits berücksichtigt.

Während bei erneuerbaren Energien alle Kostenbestandteile transparent im Strompreis enthalten sind, fallen bei konventionellem Strom neben den Produktionskosten erhebliche, nicht im Preis enthaltene versteckte Kosten an: „Dazu zählen zum Beispiel staatliche Förderungen sowie Folgekosten von Umwelt-, Gesundheits- und Klimaschäden“, erklärt Swantje Fiedler vom FÖS, „diese müssen von der Gesellschaft dann an anderer Stelle bezahlt werden, spätestens durch nachfolgende Generationen.“

Lesen Sie dazu auch:

ÜNB: EEG-Umlage steigt im Jahr 2020 auf 6,756 ct/kWh

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