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Hoher Investitionsbedarf

Erste Finanzierungskonferenz von BDEW und VKU in Berlin

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Allein bis 2030 müssen im Energiesektor Investitionen in Höhe von 721 Mrd. Euro getätigt werden. Vor diesem Hintergrund haben BDEW und VKU in Zusammenarbeit mit dem Beratungshaus Deloitte eine erste Finanzierungskonferenz „Kapital für die Energiewende“ in Berlin veranstaltet. Zu den mehr als 200 Teilnehmern zählten unter anderem Philipp Nimmermann (BMWK), Klaus Müller (BNetzA), Stefan Dohler (EWE), Hauke Burkhardt (Deutsche Bank), Claus Fintzen (Allianz Global Investors), Dirk Schmitz (BlackRock) und Ingrid Spletter-Weiß (NordLB).

„Für die Energiewende investiert die Energiewirtschaft unter anderem in den Ausbau der erneuerbaren Energien und der Netze, in den Umbau der Wärmeversorgung, in Speicher und Flexibilitäten und perspektivisch in neue wasserstofffähige Gaskraftwerke“, betont Kerstin Andreae, Vorsitzende der Hauptgeschäftsführung, BDEW. „Jeder Euro, der in die Energiewende investiert wird, ist eine Investition in die Zukunft: in modernste Infrastruktur, in ein resilientes Energiesystem, in die Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts Deutschland und natürlich in Klimaneutralität. Wir brauchen hierfür private Investments in großem Maßstab. Damit ausreichend Mittel für die deutsche Energiewende gewonnen werden können, müssen wir einfacher, attraktiver und unbürokratischer werden – gerade auch im internationalen Vergleich.“ Man diskutiere mit Finanzwirtschaft und Politik verschiedene Modelle, wie das gelingen könne.

„Selbst für kerngesunde und leistungsfähige Stadtwerke sind die hohen Energiewende-Investitionen, die sie in einem sehr kurzen Zeitraum tätigen müssen, eine enorme Herausforderung“, betont Ingbert Liebing, Hautgeschäftsführer des Verbandes kommunaler Unternehmen (VKU). „Parallel dazu dürfen wir die Preis-Belastungen der Verbraucherinnen und Verbraucher nicht aus den Augen verlieren.“ Die Zusammenarbeit zwischen Energie- und Finanzbranche sei entscheidend, um innovative Finanzierungslösungen zu entwickeln, ausreichendes Kapital zu mobilisieren und das Vertrauen in die Machbarkeit der Energiewende zu stärken.

„Der gezielte Einsatz öffentlicher Mittel und Garantien zur Risikominimierung ist ein effektives Mittel, um privates Kapital für die Energiewende zu mobilisieren“, sagt Hans-Jürgen Walter, der bei Deloitte als Global Leader Sustainable Finance agiert. „Solche Finanzierungsmodelle setzen ein gegenseitiges Verständnis der jeweiligen Interessen und Herausforderungen voraus und erfordern die Zusammenarbeit von Unternehmen, Banken, Investoren und der Politik.“

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