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Europäisches Parlament will Einsatz konventioneller Biokraftstoffe deutlich reduzieren

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Zwei Prozent am Energieverbrauch im Straßenverkehr sollen im Jahr 2030 noch aus herkömmlichen Biokraftstoffen stammen. Das ist Ergebnis der heutigen Abstimmung im Europäischen Parlament über die Neufassung der Erneuerbare-Energien-Richtlinie (RED II).

Insgesamt soll der Anteil der Erneuerbaren bis dahin auf 12 Prozent steigen, zehn Prozentpunkte sind für „fortschrittliche erneuerbare Kraftstoffe“ vorgesehen. Über die Sektoren Strom, Wärme und Verkehr hinweg sollen 35 Prozent des Energieverbrauchs aus regenerativen Quellen stammen.

Biokraftstoffbranche hofft auf weitere Verbesserungen im Gesetzgebungsprozess

„Es ist zu begrüßen, dass das Parlament ein Ziel für Erneuerbare Energien im Verkehrssektor festlegt und auch zukünftig die Nutzung von konventionellem Biodiesel und Bioethanol zulässt“, sagte Elmar Baumann, Geschäftsführer beim Verband der Deutschen Biokraftstoffindustrie (VDB), in einer ersten Bewertung. Der Beitrag von nur zwei Prozent würde aber eine starke Verringerung des Absatzes bedeuten.

Das Ergebnis der Abstimmung müsse im weiteren Gesetzgebungsprozess noch „deutlich an die wirtschaftlichen und klimapolitischen Realitäten im Verkehrssektor“ angepasst werden. „Bei aller Euphorie für Elektromobilität und synthetische Kraftstoffe ist es nicht sinnvoll, das Fundament der erneuerbaren Energien im Verkehrssektor zu zerschlagen und den Absatz von Biokraftstoffen zu halbieren“, so der VDB-Geschäftsführer.

Analysen und Reaktionen zum Beschluss des Europäischen Parlaments zu RED II werden in den kommenden Tagen unter www.euwid-energie.de und kommende Woche in der Printausgabe 4/2018 von EUWID Neue Energie erscheinen.

9 Fragen und Antworten zum Beschluss des EP zu Erneuerbaren und Energieeffizienz

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