Es ist eine der – wenn nicht die – entscheidende(n) Schlüsselfrage(n) der Energiewende: Wo kommen die Flexibilitäten her, die benötigt werden, um die Energieversorgung auf die wachsenden fluktuierend anfallenden Strommengen aus Wind- und Photovoltaik abzustimmen? Für die regenerative Energiewirtschaft ist es eine ausgemachte Sache, dass die Lösung aus der Branche selbst kommt und neue fossil gespeiste Gaskraftwerke nicht erforderlich sind. (Nachweis für Beitragsbild: ContextCrew)

Der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) hat jetzt ein Positionspapier vorgestellt, das bis zum Jahr 2030 ein zusätzliches flexibles Potenzial regenerativer Technologien von 38 Gigawatt identifiziert. „Erneuerbare Vielfalt bringt die Lösung“, meint der BEE. Die Kernergebnisse der Analyse stellen wir auf dem Titel der Ausgabe 13.2024 von ContextCrew Neue Energie vor.

Auch der ZVEI hat sich Gedanken dazu gemacht, wie Flexibilität bereit gestellt werden kann und welches Effizienz- und Entlastungspotenzial im systemdienlichen Betrieb von flexiblen Verbrauchern wie Wärmepumpen, Heimspeichern und E-Autos im Verteilnetz steckt. „Das Ergebnis hat uns positiv überrascht“, sagte Wolfgang Weber, Vorsitzender der ZVEI-Geschäftsführung, bei der Präsentation der Studie, die von den Experten von Neon Neue Energieökonomik um Prof. Lion Hirth erarbeitet wurde. „Flexible Verbraucher können einen eminent wichtigen Beitrag für Versorgungssicherheit und Kostenreduktion sowohl für die privaten Verbraucher als auch für das Gesamtsystem leisten.“

ContextCrew Neue Energie im Überblick

ContextCrew Neue Energie ist ein B2B-Brancheninformationsdienst, der die zentralen Trends und Entwicklungen rund um den Betrieb erneuerbarer Erzeugungsanlagen und Energiespeichern aufbereitet. Dabei richten wir uns an die Akteure entlang der gesamten Wertschöpfungskette von der Technologie über Planung und Errichtung von Anlagen, den Betrieb und der Vermarktung der erzeugten Energie bis hin zu Verwertung und/oder Rückbau von Anlagen.

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Derweil sorgt ein Green Paper des Bundeswirtschaftsministeriums für neuen Frust in der Bioenergiebranche. Darin heißt es unter anderem, dass selbst bei optimistischer Einschätzung die Einspeisung von Biomethan „nur in Einzelfällen“ dazu führen könne, dass bestehende Gasnetze dauerhaft weiter genutzt werden. „Es besteht also die Gefahr, dass angesichts der zukünftig zu erwartenden Knappheit von Biomasse die Biomethaneinspeisung endet. Dies könnte mit ‚stranded assets‘ bzw. angesichts der sehr hohen Preise für Biomethan mit einem ‚Lock-In-Effekt‘ einhergehen“, heißt es in dem Papier.

Zu den Topthemen der Vorwoche:

Energiespeicher in Deutschland: Noch immer weit unter Wert