Das europäische Forschungsprojekt „Sunrise“ soll die Voraussetzungen für eine Großforschungsinitiative zur Umwandlung von Solarenergie zu synthetischen Kraftstoffen schaffen. Dafür erhält das Projekt als „Coordination & Support Action“ (CSA) eine Förderung von einer Mio. € im Rahmen des „Horizon 2020“-Programms. Das teilte das beteiligte Forschungszentrum Jülich mit. Sunrise bringe Akteure aus Wissenschaft, Industrie, Politik und Gesellschaft zusammen, um eine langfristige strategische Forschungs-Roadmap und eine fundierte Vision für das zukünftige Großforschungsprojekt vorzubereiten.
„Das Ziel von Sunrise ist es, die Art und Weise zu verändern, auf die Brennstoffe produziert werden. Außerdem sollen Chemikalien und vieles mehr sehr effizient direkt aus ausreichend vorhandener Solarenergie und atmosphärischen Gasen für eine Kreislaufwirtschaft zur Verfügung gestellt werden“, sagte Huub de Groot, Koordinator von Sunrise und Professor an der niederländischen Universität Leiden. „In absehbarer Zukunft werden Sunrise-Technologien klimaneutrale Industrien in smarten, lebenswerten Städten antreiben, die bisher unvorstellbar sind. Wir werden jahreszeitliche Energiespeicher für eine Zero-Waste-Gesellschaft zur Verfügung stellen und gleichzeitig CO2-Emissionen reduzieren.“

Sunrise bringt ein multidisziplinäres Konsortium von 20 Partnern aus 13 europäischen Ländern zusammen. Das Sunrise-Konsortium umfasst sieben Universitäten (Universität Leiden, Universität Uppsala, Imperial College London, Universität Turku, Universität Warschau, Technisch-Naturwissenschaftliche Universität Norwegens, Universität Leuven), acht Forschungseinrichtungen (Frankreichs Kommissariat für Atomenergie und alternative Energien (CEA), Italiens Nationaler Forschungsrat (CNR), Schweizer Eidgenössische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa), IMDEA Energy Institute, Fraunhofer-Gesellschaft, Forschungszentrum Jülich GmbH, J. Heyrovský Institute of Physical Chemistry, Institute of Chemical Research of Catalonia), zwei Europäische Gesellschaften (European Energy Research Alliance (EERA), Energy Materials Industrial Research Initiative (EMIRI)) und drei Unternehmen (Siemens AG, Johnson Matthey, Engie).
Das Projekt wird im Frühling starten und eine Laufzeit von einem Jahr haben. Weitere Informationen stehen unter http://www.sunriseaction.eu/ zur Verfügung.
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