Die Partner des bereits im Januar gestarteten dreijährigen Forschungsprojekts „Portal Green“ entwickeln einen Genehmigungsleitfaden für Power-to-Gas-Anlagen. Er soll Anlagebetreibern und Behörden an die Hand gegeben werden, um den Genehmigungsprozess schneller und einfacher zu machen. Der Leitfaden soll bis Mitte 2020 in insgesamt sechs Workshops mit allen relevanten Fachkreisen erarbeitet und anschließend als Stand der Technik in das bestehende DVGW-Regelwerk integriert werden.
Durch den Leitfaden sollen die Kosten des Genehmigungsverfahrens mittelfristig um 20 bis 30 Prozent reduziert werden. Das teilten die Projektpartner anlässlich eines Workshops mit, in dem jetzt wesentliche Grundlagen für einen zügigen Genehmigungsprozess von Power-to-Gas-Anlagen skizziert wurden.
Im Fokus stehen Elektrolyse- und Methanisierungsanlagen sowie die Gaseinspeisung
Damit Power-to-Gas sein Potenzial bei der Kopplung von Strom und Gas voll in die Energiewende einbringen und sich erfolgreich im Markt etablieren kann, sind den Projektpartnern zufolge neben einem einheitlichen Ordnungsrahmen auch Vereinfachungen und Standardisierungen für die Genehmigung und den Betrieb unabdingbar. Im Fokus von Portal Green stehen Elektrolyse- und Methanisierungsanlagen sowie die Gaseinspeisung unter Berücksichtigung des Anschlusses an die Anwendungszweige Mobilität, industrielle Nutzung und Rückverstromung.
Das Spektrum der Interessengruppen im Projekt ist breit gefächert, von der Automobilbranche über Hersteller und Betreiber von Power-to-Gas-Anlagen bis hin zu Netzbetreibern und Zulassungsbehörden. Partner im Projekt Portal Green sind die Gesellschaft für Anlagen- und Reaktorsicherheit (GRS) gGmbH als Konsortialführer, der Deutsche Verein des Gas- und Wasserfaches (DVGW), die DBI Gas- und Umwelttechnik GmbH, die Bergische Universität Wuppertal und die Uniper Energy Storage GmbH.
Das Forschungsprojekt ist Bestandteil des sechsten Energieforschungsprogramms des Bundeswirtschaftsministeriums und wird mit insgesamt 1,3 Mio. Euro gefördert. Der nächste Workshop soll am 13. September 2018 in Bonn stattfinden.