Die EnBW Energie Baden-Württemberg AG (EnBW) und Google haben in einem langfristigen Stromabnahmevertrag (PPA) vereinbart, dass die EnBW Google über einen Zeitraum von 15 Jahren mit 100 Megawatt sauberem Strom aus dem Offshore-Windpark He Dreiht beliefern wird. Das gab der Karlsruher Konzern jetzt bekannt. Google will seine weltweiten Standorte bis 2030 rund um die Uhr mit CO2-freier Energie betreiben. Konkret bedeute dies, dass jede Stunde des Energieverbrauchs des Unternehmens durch die gleiche Menge CO2-freier Energie aus demselben Netz ausgeglichen wird.
„Um die für KI erforderliche Infrastruktur zu ermöglichen, sind direkte Investitionen in die zugrunde liegenden Energiesysteme unerlässlich“, sagt Adam Elman, Director of Sustainability EMEA bei Google. „Durch den Vertrag mit der EnBW über neue Windstromlieferungen stärken wir die Versorgung unserer deutschen Standorte mit sauberer Energie und treiben gleichzeitig den Übergang zu einer nachhaltigeren Stromversorgung voran.“
Offshore-Windpark He Dreiht befindet sich derzeit im Bau
Der Offshore-Windpark He Dreiht befindet sich derzeit im Bau. Mit einer installierten Leistung von 960 MW werde er einen wesentlichen Beitrag zur Versorgung Deutschlands mit erneuerbaren Energien leisten, heißt es bei der EnBW. Der Großteil des von He Dreiht erzeugten Stroms ist bereits über langfristige Stromabnahmeverträge abgesichert. Zu den Kunden gehören der Stahlhersteller SHS, die Telekom-Tochter PASM, die Deutsche Bahn, Fraport, Evonik und Salzgitter. Über die verbleibenden Strommengen führt die EnBW Gespräche mit weiteren potenziellen Abnehmern.
Insbesondere für den Technologiesektor, in dem der Energiebedarf aufgrund von Digitalisierung und KI-Anwendungen stetig steigt, seien langfristige grüne Stromverträge ein wichtiges Instrument zur Erreichung ambitionierter Klimaziele, betont die EnBW.