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Plasma-Pyrolyse

Graforce: Konsortium investiert zweistelligen Mio.-Euro-Betrag

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Ein Investorenkonsortium hat eine strategische Finanzierungsrunde „in zweistelliger Millionenhöhe“ für die in Berlin ansässige Graforce GmbH abgeschlossen. Das Konsortium besteht aus dem in Paris ansässigen Fonds Calderion (Audacia) für industrielle und technologische Kraftstoffe der nächsten Generation, dem Infrastrukturentwickler Terravent und WenCo Family Office.

Mit den Geldern soll die industrielle Skalierung der Plasma-Pyrolyse-Technologie von Graforce vorangebracht werden. Die Technologie von Graforce zielt darauf ab, CO2-intensive Verfahren wie Dampfreformierung und klassische Vergasung zu ersetzen. Bei der Plasma-Pyrolyse wird ein hochfrequentes Plasmafeld – ein ionisiertes Gas mit sehr hoher Energie – genutzt, um energieträchtige chemische Verbindungen wie Methan sowie andere organische Moleküle zu zerlegen. Aus diesem Prozess entstehen vor allem Wasserstoff und fester Kohlenstoff „Durch die Anwendung von Plasma auf Methan, Biogas, Fackelgas und Deponiegas wandelt das Verfahren diese Ströme in ihre wertvollen molekularen Bestandteile um, anstatt sie zu emittieren“, beschreibt Graforce die Vorzüge der Technologie.

Bei Verwendung biogener Rohstoffe wird negativer CO2-Fußabdruck erreicht

Ergebnis ist den Angaben zufolge eine hocheffiziente Produktion von Wasserstoff und Synthesegas, während Kohlenstoff als hochreiner industrieller Rohstoff gewonnen wird, der im Materialkreislauf verbleibt. Bei Verwendung biogener Rohstoffe ermögliche das Verfahren einen negativen CO₂-Fußabdruck (Kohlenstoffentfernung), da der Kohlenstoff dauerhaft gespeichert und nicht in die Atmosphäre freigesetzt wird. Der modulare Ansatz ermögliche eine dezentrale Produktion direkt am Verbrauchsort, wodurch Transportkosten und Energieverluste erheblich reduziert würden.

Parallel zur Finanzierungsrunde vertieft Graforce seine Partnerschaft mit dem Energiespeicherunternehmen RAG Austria AG, das die Weiterentwicklung der Methan-Plasmapyrolyseanlage gezielt finanziell und industriell unterstützt. Der Schwerpunkt der Zusammenarbeit liege auf der Systemoptimierung und der industriellen Integration, heißt es.

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