Green City Energy startet den Vertrieb einer neuen Tranche der festverzinslichen Anleihe „Kraftwerkspark III“, mit der sie den Zubau von innovativen Speicherlösungen forcieren will. Wie das Emissionshaus für erneuerbare Energien aus München mitteilte, sollen im Rahmen einer technologieoffenen Ausschreibung bis zu zwei Mio. € für eine zukunftsweisende Speichertechnologie zur Verfügung gestellt werden. „Wir müssen jetzt in Speichertechnologien investieren, um das Kostenniveau weiter zu senken und deren Verbreitung zu beschleunigen“, erklärt Finanzvorstand Frank Wolf den neuen Fokus für den Investitionspool der Festzinsanleihe.
Mit den Tranchen A und B des „Kraftwerkspark III“ sei bislang ein breit gestreutes Projektportfolio aus elf regenerativen Kraftwerksprojekten in Deutschland, Frankreich und Italien mit einem geplanten Gesamtinvestitionsvolumen von rund 122 Mio. € finanziert worden. Mit der Tranche C und ihrem Emissionsvolumen von 25 Mio. € plant das Unternehmen jetzt nicht nur die Erweiterung des bestehenden Kraftwerkspools um mehrere Wind-, Wasser- und Solarkraftanlagen, sondern ergänzt den Pool noch um eine Speicherkomponente.
Festverzinsung von 3,5 Prozent
Für die Anleger bedeutet eine Investition in die festverzinsliche qualifiziert nachrangige Inhaberschuldverschreibung eine Festverzinsung von 3,5 Prozent mit einem Mindestinvestitionsvolumen von 1.000 €. Die Laufzeit beträgt Green City Energy zufolge rund neun Jahre. Emittentin der Tranche C ist wie bei dem Vorgängerprodukt die Green City Energy Kraftwerkspark III GmbH & Co. KG, ein 100-prozentiges Tochterunternehmen der Green City Energy AG. Genau wie die Tranchen A und B soll auch die Tranche C zum Ende der Emissionsphase in den Freiverkehr der Luxemburger Börse oder einer deutschen Börse einbezogen werden.
„Das Argument, die stark fluktuierenden Erneuerbaren Energien seien nicht grundlastfähig, hält sich hartnäckig“, sagte Wolf. „Dabei bedarf es nur Lösungen, um den regenerativen Strom jederzeit verfügbar zu machen.“ Ob Pumpspeicherkraftwerke, Power-to-X-Technologien oder Batteriespeicher – Speicherlösungen stehen gerade erst am Rande der Wirtschaftlichkeit. „Bisher sind die Unabhängigkeit von steigenden Energiepreisen und eine aktive Beteiligung an der Energiewende die wesentlichen Motive zur Installation eines Speichers. An deren Stelle werden in absehbarer Zeit schon wirtschaftliche Interessen treten“, ist sich Wolf sicher.
Aktuell werden wirtschaftlichste Konzepte gesucht
Der Speicherbaustein des „Kraftwerkspark III“-Portfolios sieht eine Investition von bis zu zwei Mio. € in diejenige Speichertechnologie vor, die zum Zeitpunkt des Ausschreibungsverfahrens im Hinblick auf die Energiewende die technologisch und wirtschaftlich sinnvollste Lösung bietet. Im Rahmen einer technologieoffenen Ausschreibung durch die Emittentin werden aktuell am Markt verfügbare Konzepte identifiziert und bewertet. Die Investitionsentscheidung in ein oder mehrere Speicherprojekte erfolgt durch die Emittentin.