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Größte deutsche Plattform zur Batterieforschung startet

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Mit dem „Center for Electrochemical Energy Storage Ulm & Karlsruhe“ (Celest) hat eine der ambitioniertesten Forschungsplattformen weltweit auf dem Gebiet der elektrochemischen Energiespeicher die Arbeit aufgenommen. Celest bündelt das Know-How von 29 Instituten an den Partnereinrichtungen Karlsruher Institut für Technologie (KIT), der Universität Ulm sowie dem Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW).

Wie das KIT mitteilte, wird Celest mit den drei Forschungsfeldern „Lithium-Ionen-Technologie“, „Energiespeicherung jenseits Lithium“ und „Alternative Techniken zur elektrochemischen Energiespeicherung“ alle hochaktuellen Themen im Bereich der elektrochemischen Energiespeicher abdecken. Ein weiterer Schwerpunkt liege auf der Zusammenarbeit mit Industriepartnern im Hinblick auf Technologietransfer, Innovation und Kommerzialisierung neuer Technologien. Zudem habe Celest die Ausbildung von Nachwuchswissenschaftlern im Blick und richtet eine Graduiertenschule im Bereich der elektrochemischen Energiespeicherung ein.

Plattform ebnet Weg für Kooperationen im In- und Ausland

Seit 2011 bündeln die Partner KIT, Uni Ulm sowie unter anderem das ZSW ihre Expertise im Bereich Batterieforschung bereits im Helmholtz-Institut Ulm. Die neugegründete Plattform hebe die standortübergreifende Zusammenarbeit auf die nächste Ebene, sagte Professor Joachim Ankerhold, Vizepräsident für Forschung an der Uni Ulm. Dadurch soll die Kommunikation und Zusammenarbeit zwischen den beteiligten Wissenschaftlern verbessert und der Weg für neue, interdisziplinäre Kooperationen geebnet werden. Celest werde zudem gemeinsame Aktivitäten mit anderen Universitäten und Forschungseinrichtungen sowie der Industrie im In- und Ausland koordinieren und die bestehenden Kontakte weiterentwickeln.

Die Wissenschaftler wollen mit der Plattform wesentliche Beiträge zum Klimaschutz und zur Energiewende leisten, sagte Professor Oliver Kraft, Vizepräsident für Forschung des KIT, zum Start der Forschungsplattform im Juli. „Batterien und Brennstoffzellen sind Schlüsseltechnologien für eine stabile und sichere Stromversorgung und emissionsfreie Mobilität auf der Basis erneuerbarer Energien“, so Professor Werner Tillmetz, ZSW Vorstandsmitglied und Leiter des Geschäftsbereichs Elektrochemische Energietechnologien.

KIT und Uni Ulm stellen Antrag für Exzellenzcluster

Die Bedeutung neuer Batterietechnologien steht auch im Fokus des gemeinsamen Antrags von KIT und Universität Ulm für den Exzellencluster „Energy Storage beyond Lithium: New storage concepts for a sustainable future“. In diesem Cluster soll die Entwicklung von Batterietechnologien auf Basis von reichlich vorhandenen, günstigen und ungiftigen Elementen wie z.B. Natrium und Magnesium vorangebracht werden und dadurch der Druck auf kritische Ressourcen verringert werden. Auch das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoffforschung Baden-Württemberg (ZSW) und die Justus-Liebig-Universität Gießen sind daran beteiligt.

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