Der Gemeinderat der Gemeinde Elsteraue hat den Bebauungsplan für den Solarpark Langendorf als Satzung beschlossen. „Die Entscheidung fiel einstimmig bei einer Enthaltung“, berichtet der Projektierer RES, der mit dem damit geschaffenen Planungsrecht in die Umsetzungsphase gehen kann. RES wird den Solarpark in mehreren Bauabschnitten realisieren und an das bestehende Umspannwerk im Industriepark Tröglitz anschließen. Für die erste Teilfläche mit einer geplanten Leistung von rund 32 MWp ist der Baustart im Jahr 2027 vorgesehen. Insgesamt ist für den Solarpark Langendorf eine Leistung von rund 84 MWp geplant.
Im Zuge der weiteren Planung wurde die Kabeltrasse aufgrund veränderter Anforderungen an den Netzanschluss neu konzipiert. Damit verbunden waren zusätzliche Abstimmungen mit der Gemeinde und den zuständigen Behörden. „Seit dem Aufstellungsbeschluss im Jahr 2023 haben wir das Projekt Schritt für Schritt weiterentwickelt und intensiv mit der Gemeinde und der Öffentlichkeit abgestimmt“, sagt Michel Zörb, Projektleiter bei RES. „In den Bürgerinformationsveranstaltungen wurde deutlich, wie groß das Interesse vor Ort ist. Die Rückmeldungen sind in die Planung eingeflossen. Gleichzeitig hat insbesondere die Ausarbeitung des Netzanschlusses zusätzliche Zeit in Anspruch genommen.“
Kommune erhält über Zeitraum von 30 Jahren insgesamt 4,5 Mio. Euro
Über das Projekt könne sich insbesondere die Kommune freuen, betont RES. Denn allein für den ersten Bauabschnitt fließen über einen Zeitraum von 30 Jahren Einnahmen von insgesamt rund 2 Mio. Euro. Für das Projekt insgesamt werden Einnahmen von 4,5 Mio. Euro prognostiziert. Gelder, über die die Gemeinde verfügen kann und die damit allen Bürgerinnen und Bürgern zugutekommen. Darüber hinaus ist vorgesehen, auch die Anwohnenden direkt von der Energiewende vor Ort profitieren zu lassen. Die konkrete Ausgestaltung ist derzeit noch in der Abstimmung.
Der Solarpark entsteht auf einer rekultivierten Braunkohlenhalde östlich des Ortsteils Langendorf. Die Fläche liegt inmitten von Waldflächen und ist dadurch von außen kaum sichtbar. Bestehende Wege bleiben erhalten und können weiterhin genutzt werden.
Der Solarpark wird nach den Grundsätzen der „Guten Planung“ des Bundesverbands Neue Energiewirtschaft (bne) geplant und umgesetzt. Der Bebauungsplan soll im Mai 2026 in Kraft treten. Für die erste Teilfläche werden im Sommer 2026 die Baugenehmigung sowie die Genehmigung für die Kabeltrasse erwartet. Der Baustart für den ersten Bauabschnitt ist für Januar 2027 vorgesehen. Die Inbetriebnahme der ersten Teilfläche soll bis Ende 2027 erfolgen. Parallel dazu wird die Planung weiterer Teilflächen vorangetrieben.