Im Verbundprojekt H2Sky ist unter Konsortialführung der Aerostack GmbH ein Brennstoffzellen-Stack speziell für den Einsatz in der Luftfahrt entwickelt worden. Wasserstoff spiele in der Luftfahrt eine Schlüsselrolle, sagte Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) im Rahmen einer Abschlussveranstaltung in Dettingen an der Erms. H2Sky wurde im Rahmen des Nationalen Innovationsprogramms Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie (NIP) mit rund 26,5 Mio. Euro durch das Bundesministerium für Verkehr (BMV) gefördert und zählt laut BMV zu den umfangreichsten Projekten zur Entwicklung wasserstoffbasierter Brennstoffzellentechnologien für die Luftfahrt in Deutschland.
Der luftfahrttaugliche Brennstoffzellen-Stack wurde unter Berücksichtigung der hohen Anforderungen der Luftfahrt an Leistungsdichte, Effizienz, Zuverlässigkeit und Lebensdauer entwickelt. Partner von Aerostack waren EKPO Fuel Cell Technologies GmbH, Hahn-Schickard, das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE, die Technische Universität München, das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg sowie die Albert-Ludwigs-Universität Freiburg.
„Technologischer Reifegrad deutlich gesteigert“
„Im Projekt H2Sky konnten wir die Brennstoffzellentechnologie gezielt für die Anforderungen der Luftfahrt weiterentwickeln und ihren technologischen Reifegrad deutlich steigern“, sagt Torsten Stengel, CEO von Aerostack. „Die Ergebnisse bilden eine belastbare Grundlage für weitere Entwicklungsschritte, um die Marktreife der Technologie vorzubereiten.“ Bei der Aerostack GmbH handelt es sich um ein Joint Venture von Airbus und Elring Klinger zur Entwicklung und Kommerzialisierung von Brennstoffzellen für die Zivilluftfahrt.
Projekte wie H2Sky legten die Grundlage, um Maßnahmen für den systematischen Aufbau einer technologischen und industriellen Basis für klimafreundliche Antriebslösungen im Luftverkehr zu entwickeln, betont das BMV. Im Einsatz von Wasserstoff und Brennstoffzellentechnologie in der Luftfahrt würden mittel- bis langfristig große Potenziale zur Defossilisierung des Verkehrssektors gesehen.