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Hyundai und Wärtsilä setzen auf Second-Life-Batterien

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Der finnische Technologiekonzern Wärtsilä und die Hyundai Motor Group wollen gemeinsam Second-life-Batteriespeicher voranbringen. Einen Vertrag zur technischen und kommerziellen Zusammenarbeit haben die beiden Unternehmen eigenen Angaben zufolge bereits unterzeichnet. Die Second-Life-Batterien von Hyuindai sollen als stationäre Energiespeicher genutzt und über Wärtsiläs Vertriebsnetz in 177 Ländern vermarktet werden.

Wärtsilä geht davon aus, dass im Jahr 2025 rund 29 GWh an gebrauchten Batterien aus Elektrofahrzeugen (EV) verfügbar sein werden. Das gehe weit über der Größe des heutigen stationären Speichermarktes hinaus, dessen Kapazität sich auf 10 GWh belaufe.

„Energiespeicherung ist der logische nächste Schritt nach dem Markteinsatz von EV-Batterien“, sagte Youngcho Chi, Executive Vice President der Strategy & Technology Division und Chief Innovation Officer der Hyundai Motor Group. Die Partner wollen einen ganzheitlichen Ansatz von der Batterieherstellung über deren Einsatz in Elektroautos und stationären Energiespeichern bis hin zum Recycling erarbeiten. „Durch die Wiederverwendung ressourcenintensiver Produkte wie EV-Batterien eliminieren wir Entsorgungskosten und erhöhen den Wert der Investitionen in Forschung und Entwicklung“, so Chi weiter.

Hyundai entwickelt 1-MWh-Speichersystem

Gegenwärtig arbeite Hyundai an der Entwicklung eines Energiespeichersystems mit einer Megawattstunde Kapazität, das auf den Second-Life-Batterien aus den Fahrzeugen Hyundai Ionic Electric und Kia Soul Electric basiert. Ein Demonstrationsprojekt sei in der Stahlfabrik von Hyundai realisiert worden.

Übernahme von Greensmith Energy als Asset

Die weltweite Kooperation soll von Hyundais wachsender Elektrofahrzeugflotte und dem zunehmenden Energiegeschäft von Wärtsilä profitieren. Wärtsilä verfügt eigenen Angaben zufolge über einen Kraftwerkspark mit 67 GW installierter Leistung. Zudem hat der Technologiekonzern durch die Übernahme des Speicherspezialisten Greensmith Energy, der als eigenständige Geschäftseinheit bestehen bleibt, fortschrittliche Speichertechnologien und -software in seinem Portfolio.

Greensmith Energy wurde in den USA gegründet und hat mehr als 70 netzgebundene Speichersysteme in neun Ländern installiert und bietet eine Energie-Software-Plattform namens GEMS, die bereits in der fünften Generation verfügbar ist.

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