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HZG und TU Hamburg erarbeiten Wasserstoffkonzept für Airbus-Areal

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Ein Konzept für die kostengünstige und effiziente Versorgung eines Produktionswerks für Airbus-Flugzeuge in Hamburg-Finkenwerder mit Wasserstoff soll im Rahmen des Projekts „Green Operation of Future Aviation“ entwickelt werden. Wissenschaftlich wird das Konzept vom Institut für Wasserstofftechnologie des Helmholtz-Zentrums Geesthacht (HZG) und dem Institut für Umwelttechnik und Energiewirtschaft (IUE) der TU Hamburg ausgearbeitet und anschließend wirtschaftlich bewertet. Nach Angaben des HZG wird das Projekt von der Stadt Hamburg mit knapp 1,4 Mio. € finanziert.

Der Hamburger Senator für Wirtschaft und Innovation Michael Westhagemann setzt eigenen Angaben zufolge alles daran, die Branche nachhaltiger und umweltverträglicher zu machen. Dass dabei Wasserstoff eine wesentliche Rolle spielt, steht für ihn außer Frage. „Zu klären wird sein, in welchen Bereichen genau Wasserstoff am sinnvollsten eingesetzt werden kann – sei es in der Produktion, in der Betankung in Form von Flüssigwasserstoff zum Betrieb der Kabinenelektronik oder Triebwerke oder der Versorgung der Werkshallen“, so Westhagemann. „Am Ende des Projekts werden wir darauf Antworten haben und dem Ziel einer „Zero Emission Luftfahrt“ einen Schritt näher sein.“ Das Projekt hat eine Laufzeit von zwei Jahren und endet Ende September 2022.

Forscher untersuchen, wo Wasserstoff am sinnvollsten eingesetzt werden kann

Für das Konzept am Beispiel des Werkes Hamburg-Finkenwerder wird das Team zunächst eine Standortanalyse erarbeiten und untersuchen, in welchen Anwendungen Wasserstoff – außer in der Flugzeugbetankung – noch vorteilhaft eingesetzt werden kann. Außerdem wird analysiert, wie sich die Nachfrage nach Wasserstoff in den kommenden Jahren entwickeln könnte. Anschließend werden die unterschiedlichen und sich über die kommenden Jahre sicherlich stark verändernden Optionen für die Versorgung mit Wasserstoff analysiert.

Wasserstoffversorgung soll optimiert werden

Dabei werden die eigene lokale Erzeugung, die Abnahme aus regionalen Wasserstoffquellen, die nationale Versorgung und der Import von Wasserstoff, zum Beispiel aus Südeuropa, Nordafrika (Tunesien) und Australien, berücksichtigt. Zusätzlich werden unterschiedliche Speicheroptionen betrachtet. „Ein auf alle diesen Faktoren basierendes Modell ermöglicht die Optimierung der gesamten Wasserstoffversorgung einschließlich der Nutzung hinsichtlich der Kosten, der energetischen Effizienz und der Emissionen – unter Berücksichtigung der jeweiligen Abhängigkeiten und zu erwartenden zeitlichen Entwicklung“, fasst Professor Martin Kaltschmitt, Leiter des Instituts für Umwelttechnik und Energiewirtschaft der TU Hamburg, zusammen.

Konzept kann als Vorlage für andere Produktionsstandorte genutzt werden

Aus den Ergebnissen wird ein langfristiges Gesamtkonzept für den Auf- und Ausbau der Wasserstoffversorgung und -nutzung im Airbus-Werk Finkenwerder abgeleitet, das als Grundlage für Investitionsentscheidungen am Standort dienen kann. „Anschließend kann das entwickelte Konzept als Ausgangspunkt für den Aufbau von Flughafen- Versorgungsinfrastrukturen oder auch für Betriebe, die Fahrzeuge und Schiffe herstellen, genutzt werden“, sagte Professor Thomas Klassen, Koordinator des Projektes und Leiter des HZG-Instituts für Wasserstofftechnologie.

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