In den vergangenen Jahren hat sich die Erneuerbaren-Branchen immer wieder abgearbeitet an den energiepolitischen Leitlinien, die von Seiten der Bundesregierung vorgegeben wurden. Zu ambitionslos, zu zögerlich, zu rückwärtsgewandt – so lautete häufig der Tenor aus der Branche. Das könnte sich nun ändern, denn die neue Ampelkoalition hat sich selbst die Latte deutlich höher gelegt. Ob es gelingt, sie auch zu überspringen, wird man abwarten müssen. Und ob selbst dies reicht, um die Klimaziele zu erreichen, steht nochmal auf einem anderen Blatt.

In Ausgabe 48.2021 von EUWID Neue Energie (ab kommenden Jahr ContextCrew Neue Energie) widmen wir dem Koalitionsvertrag, den SPD, Grüne und FDP ausgehandelt haben, einen Sonderthemenbereich. Die Perspektiven für den Ausbau der erneuerbaren Energien, die der Vertrag bietet, haben wir hier zusammengestellt. Die Fragen nach der Versorgungssicherheit adressiert ein weiterer Bericht. Und in einem eigenen Stück beleuchten wir, was die Ampel in Sachen Wasserstoff vorhat.

Der Titel selbst ist der ersten Bewertung der Vereinbarung durch die Branche gewidmet. Insgesamt fällt diese außergewöhnlich positiv aus, der Bundesverband Erneuerbare Energie freut sich unverhohlen: „Die Energiewende ist zurück“. Auch die Bioenergie-Branche nimmt erfreuliche Signale aus Berlin wahr, wenngleich der Koalitionsvertrag dem Thema nur zwei schmale Sätze widmet.

In der vorliegenden Ausgabe finden Sie auch die jüngsten Marktberichte der EUWID-Redaktion Holz und Möbel zu den Themen Holzpellets und Sägerestholz. Die Tendenz, die auch in den kürzlich in EUWID Neue Energie publizierten Marktberichten zu Altholz und NawaRo-Holz abzulesen ist, bestätigt sich auch im Holzpelletsegment: Die Nachfrage nach Biomasse übersteigt zunehmend das verfügbare Angebot.

Zu den Topthemen der Vorwoche:

Importe oder heimische Erzeugung von grünem Wasserstoff zur Zielerreichung? Aktuell ist beides Wunschdenken