Die Energiebranche erwartet sehnsüchtig die Veröffentlichung der Kraftwerksstrategie durch das Bundeswirtschaftsministerium. Nur, wenn in wenigen Monaten Klarheit über die Rahmenbedingungen für den Bau neuer gasbetriebener Kraftwerke herrscht, können diese mit hinreichend großer Wahrscheinlichkeit bis 2030 ans Netz gehen. Die Frage nach Förderumfang und Bedarf an neuen Kapazitäten ist allerdings keine triviale, da steuerbare Anlagen wie die geplanten H2-ready-Gaskraftwerke nur eine von mehreren Flexibilitätsoptionen am Strommarkt darstellen. (Nachweis für Beitragsbild: Negro Elkha / stock.adobe.com)

Eine andere Flexibilitätstechnologie sind Energiespeicher. Beim kurzfristigen Ausgleich zwischen Angebot und Nachfrage am Strommarkt können sie eine wesentliche Rolle spielen, gerade in ihrer Ausprägung als Großbatteriespeicher. Führende Unternehmen aus diesem Marktsegment haben jetzt eine Analyse veröffentlicht, nach der die Speicherkapazität entsprechender Großspeicher bis 2030 um den Faktor 40 auf 15 GW Gesamtleistung und 57 GWh Speicherkapazität wachsen kann. Der Analyse ist der Titel der Ausgabe 3.2024 von ContextCrew Neue Energie gewidmet.

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„Die Modellierung der Studie zeigt, dass Großspeicher den Zubau von Gaskraftwerken zwar nicht vollständig ersetzen können, aber wesentlich dazu beitragen, den Investitionsdruck bei neuen Gaskraftwerken bis 2030 zu reduzieren“, heißt es in dem Papier. Und: Großbatteriespeicher würden aktuell ohne staatliche Förderung gebaut, was angesichts von akuten Haushaltsengpässen ein wichtiger Pluspunkt ist.

Der Bedarf an Flexibilität wird mit dem beschleunigten Ausbau der Erneuerbaren schnell zunehmen. Wie schnell dieser Ausbau regenerativer Energien voranschreitet, dokumentieren die jüngsten Daten der BNetzA für Deutschland und der IEA in globaler Perspektive.

Zu den Topthemen der Vorwoche:

Nach Erneuerbaren-Rekorden im Jahr 2023: Jetzt geht es um Flexibilität im System